Test: Olympus LS-100 mit XLR

20.12.2011

Der neue Olympus LS-100 ist als Vorserienmodell bei uns eingetroffen und wir hatten knappe 2 Tage Zeit, um ihn ausführlich zu testen. Er ist überaus solide, verfügt als erstes Olympus-Modell über XLR-Eingänge und kann sich in der Aufnahmequalität mit Mitbewerbern mit ähnlicher Ausstattung messen. Dennoch haben wir auch zwispältige Gefühle. Lesen und Hören Sie hier unsere ersten Einschätzungen zum Vorserienmodell des LS-100.

Olympus LS-100 PCM Rekorder

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Gegen wen und für wen?

Der LS-100 steigt mit 449 Euro preislich weit oben ein und stellt sich gegen etablierte XLR-Rekorder wie Zoom H4n, Roland R-26 und Tascam DR-40 und DR-100 MK2. Preislich rückt er außerdem in die Nähe unseres Atmo-Siegers Sony D-50, der allerdings nicht über die XLR Anschlüsse der anderen verfügt. Der LS-100 ist eindeutig ein Angebot für komplexere Aufnahmesituationen mit Multi-Track-Aufnahme oder ein flexibler Einsatz mit verschiedenen Eingängen, seien es externe Mikrofone, Line-Signale oder Atmo. Es zielt damit zunächst klassisch auf den Musiker oder Journalisten, die mit externen Mikros auf O-Ton Fang sind. Auch der Ornitologe und Klangsammler gehört zur potentiellen Nutzergruppe des LS-100.

Haptik und Optik

Keine Frage, der LS-100 ist wirklich sehr solide - ähnlich wie die sowieso schon wirklich gut verarbeiteten LS-5/10/11. Und Metall überwiegt bei der Materialwahl, allerdings gibt es auch deutliche Plastikanteile, wie der gesamte Außenrahmen, die Verstrebungen zwischen den Mikrofonkapseln und einige Bedientasten und Regler. Vermutlich schwächt das nicht die Haltbarkeit, aber das Griffgefühl beim Halten und Bedienen des Gerätes schmälert es dennoch. Ein Sony D-50 oder sogar ein LS-5 fühlen sich für uns Tester einfach hochwertiger an. Trotzdem, gegenüber dem "Kunststoffvertreter" H4n ist die Haptik des LS-100 deutlich besser.

Der LS-100 ist mit 159 x 70 x 33,5 mm fast genau so groß wie der Zoom H4n und mit 280 Gramm (inkl.  Akku) etwas leichter. Das D-50 ist zwar ebenfalls so groß, aber im Gegensatz gut 80 Gramm schwerer. Der Roland R-26 ist im Vergleich der größte und schwerste unter allen. Den DR-100MK2 gibt es erst ab Ende Dezember zum testen, sein Vorgänger war aber deutlich größer und schwerer als der neue LS-100.

Olympus LS-100 mit XLR

Endlich: ein Olympus mit XLR

Bedienung

Die Bedienlogik der Knöpfe erschließt sich, ganz untypisch für Olympus-Rekorder, nicht auf den ersten Blick. Die Oberfläche wirkt komplex und unruhig. Es ist kein einfach zu bedienendes Gerät, aber dieses Schicksal teilt es mit dem D-50, R-26, DR-100 und H4n und ähnlichen. Von daher bleibt es "genreüblich" unübersichtlich.  Klar ist: Geräte mit XLR-Anschluss erfordern einen Funktionsumfang, der über ein "einfach mal aufnehmen"-Bedienkonzept hinausgeht. Keines der Vergleichsgeräte ist "einfach" zu bedienen. Nach den klar strukturierten LS-5 und LS-11 Geräten hätten wir hier von Olympus jedoch mehr erhofft.

Das Einschalten dauert etwa 4 Sekunden und damit etwa so lange wie bei den Mitbewerbern. Dann befindet man sich auf einer Auswahlebene. Das Farbdisplay zeigt fünf Optionen an:  Tuner,  Metronom, Rekorder, Multitrackrekorder und Lissajous. Im Gegensatz zum LS-5  verlieren die Tasten des LS-100 aber manchmal ihre Bedeutung, je nachdem wo man sich befindet. Einmal im Menü, kommt man nur mit der Menü-Taste wieder heraus, nicht wie beim LS-5 einfach mit jeder anderen - warum so umständlich? Nimmt man auf, und das LS-100 blendet das Display nach 30 Sekunden zum Stromsparen aus, muss man einen Bedienknopf zweimal drücken, um eine Funktion auszulösen. Hier wird ein Firmware-Update hoffentlich für Verbesserung sorgen.

Die Haupt-Bedienknöpfe sind grundsätzlich die gleichen wie beim LS-5, haben aber wohl eine andere Platine spendiert bekommen, auf der sie nicht so knackig sitzen wie vom LS-5 bekannt, sie wackeln!

Das Aussteuerrad ist wirklich ein Drehrad und nicht wie bei vielen Mitbewerbern ein Kippschalter oder eine Wippe. Die Aussteuerung gelingt hiermit gut. Jeder Kanal kann getrennt ausgesteuert werden, aber leider nur schwer, da die beiden Rädchen sehr fest miteinander verbunden sind. Dafür verschiebt sich aber das gesamte Doppelrad sehr leicht und man verändert die Pegelung eventuell unbeabsichtigt. Schließlich ist das Pegelrad zwar griffig, aber aus Kunststoff und erzeugt beim Bedienen Knarzgeräusche auf der Aufnahme... Halte ich dagegen ein Sony D-50 in der Hand und pegle am Metallrad, dann fühlt man ein Potentiometer, das satte Bewegungen mit leichtem Widerstand vollführt - allerdings nur für beide Kanäle gleichzeitig. Der Metallrahmen und der leichte Widerstand schützt beim Sony vor unbeabsichtigtem Verändern der Aussteuerung.

Erfreulich ist eine Sprachführung im LS-100. Aktuell auf deutsch und französisch erzählt sie alle relevanten Stationen, so wie aktuell auch schon im LS-3. Einen Lautsprecher gibt es auch und klar, dass ein integrierter Lautsprecher keinen Raum beschallen kann, aber der Lautsprecher des LS-100 ist eher ein Leisesprecher. Aber immerhin einige der Mitbewerber haben gar keinen mit an Bord.

Olympus LS-100 Rückansicht

Stromversorgung und Akkuproblematik

Die Stromversorgung erfolgt über einen Li-Ion-Akku. Der Original Akku von Olympus (LI-50B) kostet satte 79 Euro UVP. Das macht sprachlos. Gerade wenn man bedenkt, dass "normale" AA oder AAA Akkus eben an jedem Kiosk zu bekommen sind. Grundsätzlich sehen wir den Akku an sich jedoch nicht als problematisch an - er ist klein und leicht und bietet für das spezielle Display und die XLR Anschlüsse gute Ressourcen. Wir haben mit Olympus abgeklärt: Man kann auch Akkus von Drittanbietern nutzen, ohne das die Garantie gefährdet ist. Es gibt einige gute drittanbieter, wir werden sicher bald ein entsprechendes Angebot für um die 15 Euro offerieren können. Damit liegt man nicht deutlich über sehr guten "normalen" Akkus. Auch in der Laufzeit und Funktion entstehen dadurch keine wesentlichen Nachteile.

Seitenansicht des LS-100

Aufnahmequalität

Aufgenommen wird in Stereo (auch Mono möglich) mit bis zu 96kHz 24Bit (oder MP3 bis 320kbps). Der Frequenzbereich wird mit 20Hz-20.000Hz angegeben. Die Aufnahmequalität haben wir als sehr hochwertig wahrgenommen. Ebenso wie die genannten Mitbewerber liefert das Gerät eine klare, detailreiche und präzise Aufnahme. Die Klangcharakteristik ist dabei am ehesten mit der des Olympus LS-5/3 vergleichbar. Stellt man die Aufnahmen denen eines Roland R-26 oder Sony D-50 gegenüber, so ist die Klangfarbe vergleichsweise voll und bassbetont.

 

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Olympus LS-100 (download)

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Olympus LS-5 (download)

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Roland R-26 (download)

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Sony PCM D50 (download)

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Tascam DR-40 (download)

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Zoom H4n (download)

 

Fazit

Wir gestehen: Wir hatten sehr hohe Erwartungen. Unser Ideal war ein Gerät mit der Aufnahmequalität des Sony-D50, zusätzlichem XLR-Eingang und der Verarbeitung und der einfachen Bedienbarkeit der bisherigen Olympus LS-Reihe. Diese etwas überzogene Erwartung erfüllt das LS-100 leider nicht.  Wir sehen den LS-100 als solides Gerät mit XLR-Anschlussmöglichkeit an, das über eine hervorragende Aufnahmequalität verfügt, aber in Bedienbarkeit, Verarbeitung und Stromversorgung vom Käufer leichte Abstriche in dieser Preislage verlangt. Wer eine robuste Verarbeitung und XLR-Eingänge sucht, sollte vielleicht auch einen Blick auf das Marantz PMD661 werfen. Für Klangliebhaber, die flexible Einflussmöglichkeiten auf Klangfarbe und Mikrofoncharakteristik wünschen empfiehlt sich ein Vergleich mit dem Roland R-26, bei dem sich gegenüber dem Olympus auch noch 50 Euro sparen lassen.

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Produktinformation von Olympus

Professionelle Sound-Aufnahmen – immer und überall

Olympus LS-100 Linear-PCM-Recorder: Mobiles Multi-Track-Recording und XLR-Anschluss

Hamburg, 14. Dezember 2011 – Kompromisslose Klangqualität, maximale Mobilität und vielseitige Aufnahmemöglichkeiten sind seit jeher die Kennzeichen der bekannten Olympus LS-Serie. Der neue LS-100 – ein hochmodernes Arbeitsgerät für Mehrspuraufnahmen in Studioqualität – toppt sie alle. Wie die anderen Mitglieder der LS-Familie liefert auch der LS-100 ultimativen Sound im unkomprimierten 96 kHz/24 Bit-PCM-Format. Absolutes Highlight: Ab sofort sind die Aufnahme von acht Spuren sowie Overdubbing möglich. Aus einzelnen Klängen und Tracks entstehen so beeindruckende vollständige Kompositionen. Neben den integrierten Stereo-Mikrofonen verfügt der LS-100 über zwei XLR/Klinke-Kombibuchsen für den einfachen Anschluss professioneller externer Mikrofone oder anderem Musik-Equipment. Darüber hinaus ist er in der Lage, mit einem maximalen Schalldruckpegel von bis zu 140 dB umzugehen. Der robuste Olympus LS-100 Multi-Track-Linear-PCM-Recorder im schicken Metallgehäuse wird ab Februar 2012 für UVP 449,00 € / bzw. 499,00 CHF erhältlich sein.

Makellose Tonaufnahmen mit reinstem Klang
Profis erwarten von ihrem Equipment exzellenten Klang und der LS-100 liefert ihn. Neben 320 kbps MP3s (natürlich stereo) garantiert das unkomprimierte 96 kHz/24 Bit-Linear-PCM-Format die beste Aufnahmequalität. Dank des weiten Frequenzbereichs von 20-20.000 Hz wird der dumpfe Schlag einer Basstrommel genauso wirklichkeitsgetreu aufgezeichnet wie der schrille Gesang eines Vogels. Da der LS-100 mit Schalldruckpegeln bis zu 140 dB umgehen kann – das sind ca. 10 dB mehr als bei einer ohnehin schon lauten Rockband – stellt auch die Höhe der Schallintensität kein Hindernis für perfekte Aufnahmen dar. Separate Platinen für Audio und System mit getrennter Stromversorgung sowie die verbesserten, im 90-Grad-Winkel angeordneten Mikrofone mit regelbarer Empfindlichkeit ermöglichen eine natürliche Soundaufzeichnung. Die integrierten Effektgeräte Limiter und Kompressor sowie das Automatic Gain Control (AGC) bringen die Signale auf ihren optimalen Pegel. Und ein schaltbarer (300 Hz/100 Hz) Low-Cut-Filter verbessert Aufnahmen, indem störende Hintergrundgeräusche minimiert werden.

Kontaktfreudig
Der LS-100 ist das erste und bisher einzige Modell der Olympus LS-Reihe mit zwei XLR/Klinke-Kombibuchsen (mit 48 V/24 V-Phantomspeisung). Dadurch können Musikinstrumente und professionelle externe Mikrofone direkt an das Gerät angeschlossen werden. Die Schnittstelle ist mit einem unabhängigen Instrumentenverstärker ausgestattet, wodurch Aufnahmen mit geringem Rauschen und hohem Signal-Rauschabstand problemlos gelingen – selbst bei großer Kabellänge. Der Pegel kann über einen integrierten Einstellring je nach Instrument für den rechten und linken Eingang separat geregelt werden.

Aufnahmebereit – auf acht Spuren
Der LS-100 ist allen möglichen Ansprüchen gewachsen: Natürlich kann er alles komplett in einem Take aufnehmen, aber eben auch auf bis zu acht Spuren. Für jede Spur lassen sich Lautstärke und Panorama einzeln einstellen. Schließlich kann der Mix-Down der finalen Komposition erstellt werden.

Weitere intelligente Funktionen
Overdubs sind mit dem LS-100 ebenso möglich, wobei der Ton über den Originalton aufgenommen wird und dabei gleichzeitig gesteuert werden kann. Mit Playback Synchro Recording lässt sich eine zusätzliche Spur aufzeichnen, während eine andere abgehört wird.

Dank der Pre-Recording-Funktion fehlen nie wieder die ersten Töne, denn die Aufnahme beginnt hier bereits zwei Sekunden, bevor die Taste gedrückt wird. Voice Sync ermöglicht den Aufnahmebeginn, sobald die Lautstärke ein definiertes Niveau erreicht hat. Indexmarkierungen erleichtern das spätere Auffinden von bestimmten Passagen. Und verschiedene Wiedergabemodi, darunter A-B Repeat, erlauben das zielgerichtete Abhören beliebiger Tracksequenzen.

Ein digitales Metronom sorgt für exaktes Timing und der Tuner stellt sicher, dass die Instrumente richtig gestimmt sind. Zur Anzeige der Phasenverschiebung zwischen rechtem und linkem angeschlossenem Mikrofon auf dem 5,1 cm (2 Zoll) großen Backlight-Display kann die Lissajous-Funktion aufgerufen werden. Für die Speicherung der Aufzeichnungen steht ein interner Speicher (4 GB) zur Verfügung, der sich durch Speicherkarten (SD bis zu 2 GB, SDHC bis zu 32 GB und SDXC bis zu 64 GB) erweitern lässt.

Mit dem robusten und kompakten Multi-Track-Linear-PCM-Recorder LS-100 gibt Olympus Musikern und Journalisten ein leistungsfähiges mobiles Mehrspur-Aufnahmestudio in die Hand, das alle ihre Bedürfnisse abdeckt: von der Single-Track-Aufnahme bis zur vollständigen Komposition – und das in bestmöglicher Audioqualität. Das Meisterwerk im Metallgehäuse wird ab Februar 2012 für 449,00 € bzw. 499,00 CHF (empfohlener Verkaufspreis) erhältlich sein.

LS-100 Multi-Track-Linear-PCM-Recorder – Hauptmerkmale:
• Aufnahmen in PCM (bis zu 96 kHz/24 Bit) und MP3
• Multi-Track-Recording (8 Spuren)
• Overdubbing
• Playback Synchro
• Voice Sync Recording
• Zwei XLR/Klinke-Kombibuchsen mit Phantomspeisung (48 V/24 V)
• Stereo-Richtmikrofone im 90-Grad-Winkel
• Hochwertige Verstärkerschaltung mit geringem Rauschen, separate Platinen für Audio und System mit getrennter Stromversorgung
• Schalldruckpegel bis 140 dB
• Frequenzgang von 20-20.000 Hz mit eingebauten Mikrofonen
• Hoher Signal-Rauschabstand
• Low-Cut-Filter (300/100 Hz)
• Pre-Record-Buffer
• Metronom, Tuner und Lissajous-Funktion
• Index-Funktion
• Bearbeiten von Dateien
• Verschieben und Kopieren von Dateien
• MP3-Konvertierung
• CD-Brennfunktion, um Kompositionen auf externes CD-Laufwerk zu schreiben
• 4 GB interner Speicher und SD/SDHC/SDXC-Kartenfach
• 159 x 70 x 33,5 mm, 280 g (inklusive Akku)
• Lieferumfang: USB-Kabel, USB-/mini USB-Adapter, Handschlaufe, Netzadapter, LI-50B Akku, Tasche

 

Weitere technischen Daten finden Sie auf der Olympus Website.

 

Die Daten klingen gut - bis auf die Stromversorgung. Ich mag es, daß sich mein LS-5 mit normalen Mignon-Akkus versorgen läßt.

Sehe ich genauso, normale Batterien sind eigentlich immer ein Plus. Ansonsten erstmal nicht schlecht...

Der Nachteil eines proprietären Akku ist spontan auch mein erster Gedanke, da ich in der Vergangenheit schon des öfteren negative Erfahrungen mit solchen Lösungen machen durfte (AIWA Minidisc Rekorder, M-Audio Field-Rekorder), wo die Akkus entweder völlig überteuert, das Gerät zum Akkuwechsel einzuschicken oder nach einer Zeit Ersatzakkus überhaupt nicht mehr zu bekommen waren... sehr schlecht, dass Olympus sich in diese Reihe einreihen will. Bitte geht in Eurem Test zu dem Gerät auch auf die Laufzeit, Ladezeit, Ersatzteil-Politik usw. ein. Danke!

Hallo Alexander, Beat und Stefan,
ja, da haben wir ähnlich empfunden wie ihr und hätten uns gewünscht, dass man normale Batterien und Akkus nutzen kann. Der Akku ist in jedem Fall via Klappe leicht austauschbar. Wir werden prüfen wie lange er hält und ob es ggf. bei XLR 48V Nutzung auch ein Vorteil sein kann ein Li-Akku drin zu haben. Die anderen XLR Geräte wie Tascam, Zoom, Marantz machen da ja nach wenigen Stunden schlapp. Bis Montag müssen wir noch Geduld haben.
Viele Grüße
Thorsten

Liest sich vielversprechend:

Metallgehäuse.
Verbesserte Mikrophone und verringertes Rauschen.
8-Spur Aufnahme und Wiedergabe.
Gleichzeitiges Abspielen und Aufnehmen.

Allerdings lese ich auf
http://www.olympusamerica.com/cpg_section/product.asp?product=1581
unter dem Titel 'EIGHT CHANNEL MULTI-TRACK RECORDING' den Satz:

'Features two channel recording with eight channel playback.'

Was befürchten lässt, dass maximal nur 2 Spuren pro Aufnahme bespielt werden können.

Dabei hat das Gerät gemäss
http://www.olympus.de/diktiergeraete/digitaler_rekorder_ls-100_8609_digi...

2 Stereo-Eingänge, nämlich:

Stereo Mic/Line-in (Miniklinke) - vielleicht mit zuschaltbarer Plugin-Power (?) und
2 XLR/grosse Klinke Combo-Buchsen mit 24V/48V

... und würde somit inkl. die 2 eingebauten Mikrophone THEORETISCH auf 6 Spuren gleichzeitig aufnehmen können - theoretisch !

Aber selbst, wenn man nur 2 Spuren in einem Zug bespielen könnte:
Wenn die Mikrophone und der Vorverstärker halten, was die Ankündigungen versprechen, so würde ich sagen:
Lieber 2 Spuren in ausgezeichneter Qualität als 4 oder 6 Spuren, die verrauscht sind.

Am Montag wissen wir mehr - ich bin gespannt !

Ich war schon beinahe dran mit meiner Bestellung für denneuen Roland R 26 und nun kommt tatsächlich vielleicht noch ein Leckerbissen von Olympus dazu.Kleiner und robuster wertiger. Gut. Der Tascam DR 100 wird auf der Webseite auch schon als MKII Version mit aufgebohrtem Innenleben angekündigt. Das sind gute und wahrscheinlich hörenswerte Aussichten für den Start in 2012. Bin gespannt was Audiotranskription herausfindet und wer vielleicht die Topempfehlung wird.

Das Gerät ist ja sehr schmackhaft aber der Akku ist schon ein KO für mich. Bin halt zu sehr andere Laufzeiten verwöhnt wie Sony PCM-M10 bzw selbst den vergleichweise mickrigen Yamaha Pcketrak W24 der als Backup Recorder immer noch ganz brav sein Dienst macht - vorallem mit TripleX Eneloops.

Der Akku hört auf die Bezeichnung LI-50B mit 925mAh wie er auch in vielen Kameras von Olympus drin ist.

Der wirds schwer gegen den Tascam Dr100MKII ghaben. Vorallem hat letztere nun auch digitalen Eingang und 2 Batteriefächer. Wen die AA leer sind läufts mit dem internen Li-Ion weiter und kann während einer Aufnahme die AA Zellen austauschen und könnte das Gerät endlos lange aufnehmen lassen.

Vielleicht sollte Olympus mal mit Navi Hersteller Garmin in Kontakt Treten. Oder ihr weist Olympus mal freundlich darauf hin.Diese haben nun bei ihrem neuen GPS Gerät Montana beide Stromlösungen vereint. Akku & Batterien weckselweise,oder in Kombination hintereinander verwendbar möglich gemacht. Dobbelte Laufzeiten.

Leider, leider, DHL hat sich verspätet und das LS-100 nicht zugestellt. Mal sehen, wann es ankommt :(

Ist nicht so tragisch !
Allerdings wolltet ihr es ja mit anderen Geräten zusammen verwenden, um ein Konzert aufzunehmen - daraus wird dann, was das Olympus LS-100 betrifft, vielleicht doch nichts.
Wenn es trotzdem VOR Weihnachten noch entrifft, könntet Ihr ja ein paar Eindrücke ins Netz stellen oder zumindest die Frage klären, wieviele Spuren auf einmal bespielbar sind.

Mit freundlichem Gruss
Lesender Hörer

Hallo und danke für den sehr guten Test. Der Olympus LS-100 scheind, für mich, das Traumgerät zu sein. Sehr gute Aufnahmequalität, Mehrspur und sprechendes Menü. Hoffentlich habe ich euch nicht faltsch verstanden. Die Aufnahmen habe ich mir sehr häufig angehört. Ich habe dabei ein Beyerdynamic DT911 benutzt. Die Aufnahme des LS-100 schien mir am ersten mit dem des Tascam DR-40 vergleichbar. Roland R-26 und Sony PCM D50 bildeten die andere Gruppe. Ich fand den LS-100 bei dieser Aufnahme am besten. Brachte das Geschehen sehr autentisch rüber. Nah, aber nicht aufdringlich. Die Windgeräusche hielten sich im grenzen. Ich empfand es angenehmer als beim LS-5 und LS-3. Das sollte man aber bei 450 Euronen durchaus erwarten dürfen.

Sollte die Musikaufnahme noch realisiert werden können, fände ich es eine gelungene Abrundung für diesen Test.

Gruß und weiter so Renato

Naja wenn der DHL Mann bei euch net geklingelt hat könnt ihr den DR100 MK2 ja mit in den Vergleich einbeziehen ^^ Aber für mich ist der Tascam eh schon der Sieger da ich auch mal für ganz lange Aufnahmesessions an einem Tag autark ohne Netzsteckdose auskommen muss.

Hab noch mal ein paar englische Reviews gesehen. Aufnehmen kann der Olympus 2 Stereotracks. Intern abgespielt oder bearbeitet werden können jedoch bis zu 8 Tracks. Das maximum von 8 Tracks dann auch nur bis 16 Bit 44.1 khZ wenn ich das Manual richtig deute.

Vielen Dank für den Test und Bericht !

Hier mein - nicht pofessioneller - Höreindruck:

Die Flötenmelodie zu Beginn kommt am besten und räumlichsten beim Olympus LS-100 und Tascam DR-40 zur Geltung.
Beim Zoom H4n und Roland R26 auch recht gut.
Der Sony D50 wirkt etwas flach - es fehlt die Tiefenstaffelung.
Beim Olympus LS-5 verschwindet die Melodie beinahe.

Kann das etwas mit den tiefen Frequenzen zu tun haben - sind sie vielleicht beim LS-100 und Tascam DR-40 besonders ausgeprägt ?

Falls ja, könnte das ein Nachteil bei direkten Stimmaufnahmen sein, die dann vielleicht etwas zu brummelig statt klar klingen. Aber das ist reine Vermutung - ein weiterer Test mit Sprache könnte Klarheit bringen.

Nach 10 Sek. hört man eine Frauenstimme sagen: "Lasst ihr mir einmal mal schnell ...".
Diesen Satz verstehe ich am besten beim Olympus LS-100 und beim Roland R-26.

Nach 15 Sek. hallen Schritte von links nach rechts (falls ich die Kopfhörer richtig herum aufhabe).
Das kommt am deutlichsten und räumlichsten beim Tascam DR-40 zur Geltung, während es beim Olympus LS-5 beinahe verschwindet.

Nach 29 Sek. ruft ein Kind nach seiner Oma, was am Roland R-26 besonders klar zu hören ist, aber auch am Olympus LS-5 gut eingefangen wird - vermutlich weil die Stimme bei diesem Recorder weniger vom tieffrequenten Strassenlärm überlagert wird.

Ich hatte einen ähnlichen Eindruck wie mein Vorredner. Ich hatte das LS-5, in diesem Test, als schlechtestes Gerät gehört. Es kann natürlich daran liegen, daß es als einziges das Stereobild anders darstellt. Es ist nicht so breit wie bei den anderen getesteten Recordern. Dadurch werden Geräusche die in der Mitte liegen, von Geräuschen überlagert die bei den anderen Beispielen sich mehr am Rand abspielen. Hmmm, der Satz war jetzt etwas unglücklich. Ihr wißt hoffentlich was ich meine.

Hallo zusammen,
der LS 5 fällt sofort ins Ohr, da er in dieser Aufnahme die "Standard-Mikrofoncharakteristik" verwendet und dadurch ein sehr enges Stereobild hat. Geräusche im Vordergrund wirken klar und laut, der Hintergrund verschwimmt. Wir brauchten einen Gegenpol bei diesen Aufnahmen; Für einen fairen Vergleich hätte man das LS 5 auf "wide" einstellen können, dann wäre es näher an die 5 anderen gerückt. Die LS 5-Aufnahme muss nicht zwangsläufig schlechter sein, es kommt auf den Zweck an. Eine LS-5 Reportage auf dem Weihnachtsmarkt mit Sprache hätte das naheliegende Umfeld gut abgebildet. LS 100, Sony und co. geben hier sicherlich den schöneren, natürlicheren und feineren Überblick der Atmosphäre. Der LS 100 bleibt in seinen Mikrofoneinstellungen aber statisch, d.h. kein "Wide oder Zoom" lediglich Mono-Aufnahmen sind möglich.

Hallo David,

das fehlen von Mikrofoneinstellungen könnte beim LS-100 softwaretechnisch bedingt sein. Bei meinem LS-11 werden die Einstellungen auch nicht über drehen der Mikrofone bestimmt. Beim LS-3 wird auch mittels Software eingestellt. Bleibt also zu hoffen, das zur Serienreife noch was kommt.

Viele Grüße

Hallo Renato,
bei den Olympus-Geräten (und auch Roland und Tascam DR-100MK2 u.a.) können die Mikrofone nicht physisch verändert werden. Bei LS 3/10/11/5 und der DM-Reihe geschieht das über die Software. Der 100er bietet eine solche Softwareeinstellung (noch) nicht.

Damit ich nicht falsch verstanden werde, hier noch einige Erklärungen zu meinem Höreindruck weiter oben:

Ich habe mich bemüht, einfach zu beschreiben, was ich höre. Es ist nicht als Wertung gemeint.
Ich benutze selbst ein Olympus LS-5, finde es in der Handhabung sehr einfach und übersichtlich und bin mit den Aufnahmeergebnissen auch zufrieden.

Ein Grundroblem bei solchen Vergleichstests ist, dass man nicht selbst am Aufnahmeort war.
Wir wissen also nicht, wie es 'original' für unsere eigenen Ohren geklungen hätte.
Vielleicht wäre die Flötenmelodie dann so in den Hintergrund getreten, wie bei der Aufnahme des Olympus LS-5 ?

Wenn ich schreibe, dass man diesen oder jenen gesprochenen Satz bei Modell XY besonders gut versteht, ist das noch kein Werturteil über die Aufnahmequalität generell. Es könnte ja sein, dass ein Recorder darauf getrimmt wurde, quasi mit 'akustischer Lupe' z.B. den Bassbereich zu verstärken oder Teile der menschlichen Stimmfrequenz, damit die Sprache besonders hervorgehoben wird.

Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass so ein Gerät auch generell und über die Zeit für eine ausgewogene und natürliche Aufnahme steht.

Es ist ein wenig wie mit den Fernsehwänden in den grossen Elektronikkaufhäusern: Die TV-Geräte, die besonders knallig und bunt eingestellt sind, extremen Kontrast und Über-Schärfe des Bildes aufweisen, springen einem mit ihrem 'brillanten' Bild zunächst ins Auge. Doch wenn man etwas länger zugesehen hat, ermüdet das Auge schnell, und man wendet sich den ausgeglicheneren, zunächst unauffäligeren Modellen zu, die entspannteres Sehen erlauben.

Was die Einstellung des Aufnahmewinkels per Recorder-Software betrifft, bin ich eher skeptisch. Ich ziehe es vor, die Aufnahme unverändert zu machen und - falls erforderlich - Änderungen am Computer vorzunehmen, wo je nach Software z.B. die Stereobreite eingestellt werden kann oder auch 'mono'.

Ich kann verstehen, dass der LS-5 auf einer Web-Seite wie 'Audiotranskription' gut abschneidet, denn genau für diesen Zweck ist er auch gut geeignet: Die Mikrophone zeichnen Sprache detailreich und gut verständlich auf, unter anderem, weil das Gerät keinen betonten oder sogar überzogenen Bassbereich hat (und keine übertriebene Stereobreite), der auf der anderen Seite für die Aufnahme von Instrumenten oder eines Chors durchaus erwünscht sein kann.

Und noch etwas: Wen ich eine wirklich rauscharme Sprachaufnahme in 'Hörbuchsprecher-Tonqualität' mit dem LS-5 benötige, führt nach wie vor kein Weg an einem externen Mikrophon vorbei:
Ein Grossmembran Kondensor-Mikrophon mit gutem Rauschabstand, angeschlossen an ein XLR-Audiointerface mit gerigem Rauschen und 48V-Phantomspeisung und dessen Ausgang wiederum in den Line-in oder Mic-in (Low Level Empfindlichkeit !) des LS-5 geführt, ermöglicht ausgezeichnete Sprach-Aufnahmen (normaleweise mono, da nur ein Mikrophon angeschlossen ist, aber zwei XLR-Mikrophone wären natürlich auch möglich) mit minimalem Hintergrundrauschen.

Hallo Lesender Hörer,
ein schöner, konstruktiver Beitrag!

Deinen Bemerkungen kann ich folgen und bestätige sie weitgehend. Wir nutzen für Hörbuchaufnahmen genau wie von dir beschrieben, ein Rode NT1a oder NT1000 am Marantz PMD661 - nur so gelingen Hörbuchaufnahmen wirklich ausgezeichnet, nur eben nicht mobil.

Auch den softwareseitigen Klangveränderungen stehen wir eher skeptisch gegenüber, am liebsten pur und später bei Bedarf nachbearbeiten.

Bei der Frage ob eine Aufnahme wirklich der Situation entsprochen hat bleibt natürlich immer eine Restunsicherheit. Für die Bewertungen unserer Aufnahmen können wir zum Glück auch auf den Vorteil eines blinden Testers zurückgreifen, der bei der realen Aufnahmesituation mit dabei ist. Auf dieser Basis erscheint uns das LS-5 tatsächlich nicht nur für Stimme ganz realistisch - obgleich es noch natürlichere Geräte gibt, wie das Sony D-50, dann aber zu einem anderen Preis.

Wir haben bei den jetzt doch vielen dutzend Vergleichsaufnahmen über die Jahre aber auch festgestellt, das jeder Tester persönliche Präferenzen entwickelt, welches Aufnahmegerät er/sie auf Dauer lieber hört. Vielleicht ähnlich einem Autovergleich. Es gibt doch einige gute Hersteller, aber mit anderer Modellpalette und Charakteristik.

Die Aufnahmequalität von Rekordern ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Vor 5 Jahren konnte man schlecht von gut sehr eindeutig voneinander unterschieden. Heute sind die Aufnahmequalitäten näher zusammengerückt - und angenehmerweise deutlich günstiger als vorher. Das besondere bei der Wahl eines Aufnahmegerätes ist eben, zum einen genau zu Wissen:
- Was möchte ich aufnehmen (Stimme, Musik Atmo uvm.)
- Was ist der Zweck der Aufnahme (Radiobeitrag, Veröffentlichung, Notiz, Transkription etc.)
Auf dieser Basis lässt sich dann mithilfe der Probeaufnahmen doch recht gut eine Vorauswahl oder sogar Entscheidung treffen. Und diese lässt sich dann ja kostenfrei selbst ausprobieren, indem man die eigenen Favoriten ordert - vieleicht sogar hier :)

Guten Rutsch und weiterhin gutes Lese, Hören und Aufnehmen
Thorsten Dresing

Hallo zusammen,

derzeit bin ich (noch) ein Benutzer des Zoom H4n und bin grundsätzlich auch zufrieden, was die Aufnahmemöglichkeiten angeht. Nun habe ich jedoch - scheinbar - mein Traumgerät mit dem Olympus LS-100 gefunden, auch wenn es doch sehr schwer ist, aus der unglaublichen Vielzahl an hochwertigen Geräten "das" Richtige herauszufischen.

Neben den "normalen" Aufnahmefunktionen - die soweit alle Geräte bieten (es soll im übrigen ein Gerät mit XLR Anschlüssen sein), ist für mich jedoch - ein Manko des H4n - ein echter Line-In auch von Bedeutung (daraus resultiert auch die Absicht ein anderes Gerät erwerben zu wollen). Da ich gerne auch meine bestehende Schallplattensammlung digitalisieren möchte, wäre diese Funktion - neben anderen - auch sehr wichtig.

Nun habe ich - da auch in der engeren Auswahl - gelesen, dass sich der Line-In beim TASCAM DR-100 nur MIT Limiter betrieben werden kann, was für mich vollkommen inakzeptabel ist. Ist dies beim DR-100MKII auch der Fall? Und wie sieht es in dieser Hinsicht beim Olympus LS-100 aus?

Für eine Beantwortung meiner Frage(n) bedanke ich mich bereits jetzt und wünsche allerseits einen guten Rutsch ins neue Jahr (sorry, wenn das vielleicht nicht hier hin gehörte)!

Hallo Rainer,
danke für die guten Neujahrswünsche :)
Die Frage bzgl. des LS-100 lässt sich nicht beantworten, da wir ja leider das Vorserienmodell bereits am Tag nach der Ankunft wieder zurücksenden mussten. Wir müssen also warten, inwieweit sich die Software und damit Funktionen ggf. noch ändern. Anfang Februar wird mit den ersten Modellen gerechnet, die dann im Verkauf sind. Das DR-100MK2 hat unseres Wissens den Limiter verpflichtend beim Line Eingang eingeschaltet. Siehe S.32 http://www.tascam.de/docs/DR-100MKII_Benutzerhandbuch.pdf
Viele Grüße
Thorsten Pehl

So, allen Lesern und Mitwirkenden hier möchte ich eine gesundes, frohes neues Jahr wünschen!

Nur für diejenigen, die es interessiert:

Ich habe bei Olympus angerufen und nachgefragt, ob das LS-100 einen echten Line-In bietet, der nicht von einem Limiter beeinflusst wird. Diese Frage wurde mit einem eindeutigen "Ja" beantwortet, weshalb der LS 100 für mich nun das Gerät der Wahl ist und ich mich von meinem Zoom H4n trennen werde.

Viele Grüße

Rainer Smetan

An Thorsten Dresing:

Vielen Dank für die ausführliche Replik.
Ich möchte dem ganzen Audiotranskription-Team ein glückliches 2012 wünschen und freue mich auf weitere interessante Berichte und Tests !

An Rainer Smetan:

Unter
http://www.audiotranskription.de/mikrofoneingangsrauschen
sind in einer Rangliste einige Geräte bezüglich ihres Grundrauschens am Mikrophon-Eingang aufgeführt.

Ohne in Details zu gehen, gilt allgemein: Je weiter oben in der Tabelle, umso rauschärmer.

Hinweis: Es geht offenbar beim Test um das Rauschen der Mik-Eingänge unter Verwendung EXTERNER Mikrophone, also NICHT mit den internen Mikrophonen !

Man sieht hier beispielsweise, dass der Sony PCM-D50 relativ weit oben in der Liste erscheint.

Allerdings hat das Gerät KEINE XLR-Eingänge (die hat ja der Zoom H4n).
Immerhin hat es aber einen ziemlich raffinierten, per Schalter aktivierbaren, 3-stufig justierbaren Limiter eingebaut.

Ich habe dieses Gerät nie ausprobiert, aber wenn man den Internet-Berichten und Sony selbst glauben darf, scheint es über rauscharme, eingebaute Mikrophone und ebensolche Eingänge zu verfügen (man höre auch Tonbeispiele hier auf Audiotranskription !).
Sony gibt in den technischen Daten des PCM-D50 für den Line-Eingang und eine 24-bit Aufnahme einen Rauschabstand (Signal-to-noise ratio = S/N) von 93dB oder höher an (1 kHz IHF-A) - auf den ersten Blick ein ziemlich guter Wert !
Ich finde im Augenblick keine Vergleichsdaten (ohnenhin mit Vorsicht zu betrachten, da evtl. unter anderen Bedingungen entstanden) zum Olympus LS-100.

Das Sony-Gerät verfügt sogar über einen digitalen (optischen) Eingang - eine Rarität bei transportablen Recordern.
Copyright-geschützte Signale (z.B. von CD) kann er so allerdings nicht aufnehmen !

Aber zum Digitalisieren von Schallplatten würde man wohl den ANALOGEN Eingang benutzen. Es sei denn, mann schaltet noch einen Verstärker für die schwachen Phono-Signale dazwischen, der über Digi-Out verfügt.

Ansonsten wäre es vielleicht eine Überlegung wert, ob man die Schallplatten-Aufnahme mit einem rauscharmen Audio-Interface vornehmen möchte, das über USB oder Firewire mit dem Computer verbunden ist, wo eine Audio-Software aufnimmt.

Noch ein Gedanke zu den XLR-Eingängen an transportablen Recordern:

Man braucht also zusätzlich externe Mikrophone, was eigentlich der Aufnahme'philosophie' solcher transportablen 'All-in-One'-Geräte widerspricht.

Wenn man sich aber dafür entscheidet, das 'All-in-One'-Prinzip zu verlassen und wirklich einen Qualitätssprung zu den eingebauten Mikrophonen hören will (Tonqualität und Rauschfreiheit), dann benötigt man GUTE externe Mikrophone und GUTE XLR-Recorder-Eingänge (evtl. bessere als die eingebauten!).

Wohl nicht ganz umsonst laufen Tonleute, die beruflich Filmton oder ruhige Atmosphären inkl. Naturkulissen für Audio-Produktionen aufnehmen, mit einem besonders rauscharmen, EXTERNEN Mikrophon-Verstärker mit XLR-In (48V PH) herum, der evtl. einen Recorder enthält oder dem zusätzlich ein Recorder nachgeschaltet ist, der dann allerdings keine 48V-XLR-Eingänge benötigt.

Interessanter Punkt im letzten Beitrag. Für mich wäre ein Rekorder OHNE interne Mikros eh besser, da ich eigtl. nur externe zum Aufnehmen nutze. Dafür sollte der Rekorder meinetwegen ordentlich Plugin Power liefern können das man nicht mehr auf eine zusätzliche "Battery Box" fürs Mikro angewiesen ist, weil jedes Glied in der Kette ist ein Faktor für Störungen (sollte jeder kennen bei dem das Kabel aus der Battery box / externen Preamp mal rausgerutscht ist - natürlich während der wichtigen Aufnahme). Gibt zwar einen kleinen Rekorder Nagra SD aber preislich jenseits von gut und böse.

Zusätzlich zur Akkusdiskussion beim Olympus. Man muss immer hoffen das man nicht ein Firmwareupdate untergejubelt bekommt wo Drittanbieterakkus ausgeschlossen werden ...

Die Frage, warum beim Tascam DR-100 angeblich für den Line-in der Limiter nicht abschaltbar sondern permanent aktiv ist (siehe Beiträge oben), hat mir keine rechte Ruhe gelassen.

Nachschlagen in der PDF-Anleitung zum verbesserten Tascam DR-100MkII (Mark II), legt tatsächlich so etwas auch für dieses neue Modell nahe.

Denn auf Seite 33 der Bedienungsanleitung liest man im Abschnitt 'Den Analogeingang konfigurieren' den Satz:

Zitat:

Wenn einer der Lineeingänge ausgewählt ist (LINE 1/2),
ist unabhängig von der Einstellung unter LEVEL CTRL
immer der Limiter aktiviert.

Zitat Ende

Hinweis:
Line 1 ist der (symmetrische) XLR-Eingang, der neu umstellbar ist von 'Mic' auf 'Line'.
Line 2 ist der Mini-Stereoklinken-Eingang.

Nun zur Einstellung im Menü 'Input Setting' unter dem Menü-Feld 'Level Ctrl':

Hier ist
1. LMT (Limiter)
2. Auto
wählbar.

Für 1. wird eine Pegelobergrenze festgesetzt.
Für 2. wird die Lautstärke a) leiser Töne angehoben, b) lauter Töne begrenzt. Das ergibt eine Aufnahme mit möglichst ausgeglichener Lautstärke.

Neben dieser Auswahl im Menü 'Level Ctrl' gibt es auf der Geräterückseite noch einen Schieberegler mit den 2 Positionen 'Auto/Limiter' 'OFF' oder 'ON'.

Die Frage ist nun, ob dies auch der Hauptschalter für 'Limiter ON' / 'Limiter OFF' ist ? Wenn ja, könnte man so den Limiter ganz einfach abschalten.

Womit der eingangs zitierte Satz ...

'Wenn einer der Lineeingänge ausgewählt ist (LINE 1/2),
ist unabhängig von der Einstellung unter LEVEL CTRL
immer der Limiter aktiviert.'

... lediglich bedeuten würde, dass bei MANUELLER Verwendung eines der beiden analogen Line-Eingänge die Menü-VORAUSWAHL zwischen 'LMT' oder 'AUTO' immer der Limiter 'LMT' ist, selbst wenn im Menü 'AUTO' steht.
Das macht bei der manuellen Pegelung auch Sinn, denn, wenn überhaupt, möchte man hier die Lautstärke ja nach OEBN begrenzen.

Das hiesse also, dass zwar bei manueller Pegel-Regelung unabhängig von der Einstellung im Menü LEVEL CTRL immer 'LMT' vorgewählt ist (und nicht AUTO), dass man aber den Limiter jederzeit mit dem Schiebschalter auf der Geräterückseite ausschalten kann (Stellung OFF).

Die Menü-Auswahl 'AUTO' oder 'LMT' (beide ON oder OFF schaltbar) bezieht sich also nur auf die Mik-Eingänge, während die Line-Eingänge nur LIMITER ON oder OFF bieten.

Eine Anfrage bei der Tascam-Vertretung bestätigte die Abschaltbarkeit des Limiters.

Ich kann es nicht selbst ausprobieren, deshalb die Bitte: Wenn jemand das Gerät besitzt - bitte kurz überprüfen, ob ein zu lautes Line-Eingangssignal in Limiter-Stellung 'OFF' (Geräterückseite!) übersteuert (rote 'Peak'-LED leuchtet auf) und in Stellung 'ON' begrenzt wird.

Damit wäre der Tascam DR-100MKII eigentlich zusammen mit dem Sony PCM-50, dem Olympus LS-100, dem Roland R-26, dem Marantz PMD661 und dem Tascam DR-40, sowie dem Zoom H4n wieder im Rennen bei den Recordern mit XLR-Eingängen (einzig Sony OHNE XLR!).
Nur Roland R-26, Zoom H4n und Tascam D40 können GLEICHZEITIG 4-spurig aufnehmen (Roland sogar 6-spurig), der Olympus NACHEINANDER 8-spurig.

Der Tascam DR-100 bietet als einziger eine mitgelieferte Fernbedienung, die sich drahtlos oder mit Draht betreiben lässt, zudem Akku UND/ODER Batterie-Betrieb, allerdings fehlt das Akku-Ladegerät (aber Laden des Akkus im Gerät per USB möglich). Tasche und Windschutz ebenfalls dabei. Neu hat er auch einen zusätzlichen Digitaleingang (wie Sony PCM-D50 und Marantz PMD-661) und die XLR-Eingänge lassen sich von Mic auf Line umschalten.

Auf http://tascam.com/product/dr-100mkii/ liest man zudem:

'Better quality uni-directional and omni-directional microphones than the original DR-100' (Bessere Mik-Qualität)
und
'Improved Mic pre amp with higher gain and lower noise' (besserer Mik-Vorverstärker)

Hinweis: Rauschabstand gemäss Datenblatt: DR-100: 90 dB, DR-100MKII: 92 dB (Sony PCM-D50 93 dB) ...

... womit der Tacam DR-100MKII als 2-Spur Recorder auch in direkte Konkurrenz zum Sony PCM-D50 tritt, dem er die XLR-Eingänge voraus hat (dafür lässt sich am Sony der Mikrofon-Winkel von 90 Grad über 'AB'=parallel auf 120 Grad verstellen). Ein zukünftiger Test könnte zeigen, wie er dabei abschneidet.

Hallo Lesender Hörer,
genau eine solche Aufnahme haben wir am 1.1. beim Neujahrskonzert gemacht, sie liegt uns schon vor (mit 9 Rekordern, Sony auch in 120er). Aber wegen Urlaubszeit braucht es noch etwas, bis die Ergebnisse kommen - nächste Woche denke ich.
Zur DR-100MK2 Frage, habe es gerade getestet: Wenn man den Line2 Eingang auf der Seite nutzt und der Limiter auf der Rückseite auf "aus" steht, kann ich sehr leicht total übersteuert aufnehmen - hier ist kein Limiter aktiv.
Viele Grüße
Thorsten

Hallo Thorsten,

Das sind ja gute Nachrichten - danke für die Rückmeldung und den Limiter-Check.
Dann wünsche ich noch ein paar erholsame Urlaubstage und freue mich schon auf die Testergebnisse !

Mit freundlichem Gruss
Lesender Hörer

Guten Morgen an alle Audiofans,

weiter oben wird angemerkt, ob Recorder mit XLR-Anschlüssen das All-in One-Prinzip verlassen. Das glaube ich eigendlich nicht. Ich denke eher, daß die Hersteller diese Geräte als All-in-One-Geräte mit Mehrwertnutzen verstanden wissen wollen. Auch kann man sagen, daß das "perfekte" Aufnahmegerät wohl nie gebaut werden wird. Wenn wir ein Recorder als "besser oder schlechter" bewerten, dann meinen wir nicht gleich daß der Recorder ansich besser oder schlechter ist. Wir teilen nur den Höreindruck der Hersteller nicht. Von daher finde ich es sehr toll, wie professionell das Level, sowohl beim Audiotranskriptionsteam wie auch bei den Lesern ist.

Noch eine Frage an das Team von Audiotranskription:
Bei den ersten Höreindruck mit dem LS-100 waren, bis auf das LS5, nur die Hochwertigen Vertreter der einzelnen Firmen dabei. Wird es auch ein "Test der Giganten" geben? Mit der Frage wie sich die Luxusmodelle der Hersteller im Vergleich mit den internen Mikrofonen schlagen, und wie mit hochwertigen externen Miks? So ein Test ist zwar sehr aufwändig, aber auch mal interessant. Vorausgesetzt man benutzt immer das gleiche externe Mikrofon. Dann hängen die unterschiedlichen Höreindrücke tatsächlich nicht nur von den verschiednen internen Miks ab, sondern allein von den Recordern.

Viele Grüße und einen schönen Sonntag noch

Renato

Hallo Renato,
ich vermute um so etwas kommen wir nicht drumherum :) Ich würde mal das Frühjahr anpeilen, dann gibt es auch genug Vogelgezwitscher und Openairkonzerte.
Viele Grüße
Thorsten

Vielen Dank für den sehr interessanten Vorab –Test zum LS100.

Mich würde insbesondere in diesem Zusammenhang interessieren, ob Olympus für den LS100 die gleichen Mikros verbaut hat, wie bei der LS-5, bzw. LS-11 Serie. In einigen Foren liest man derartige Vermutungen, vielleicht könnten Sie hier bei Olympus noch einmal direkt anfragen um hier Klarheit zu schaffen. Sollte es sich allerdings noch einmal um eine verbesserte Ausführung der Mikros handeln, so wäre dies (neben den nun vorhandenen XLR Eingängen) ein weiterer wichtiger und positiver Aspekt für eine evtl. Kaufentscheidung.

In diesem Zusammenhang wäre ein Test des Tascam DR100MKII auch sehr hilfreich, spielt er doch preislich und mit seinen überarbeiteten Features genau in der gleichen Liga des neuen Olympus mit.
Dieser dürfte ja sogar bereits verfügbar sein und einem Test sollte (außer evtl. der Zeitfaktor) nichts im Wege stehen?

Vielen Dank für Ihre Hilfe! Einer von beiden wird’s in jedem Fall:-)

Hallo Andre,
die Mikrofrage klären wir mit Olympus, die Testaufnahmen mit DR-100MK2 sind gemacht und werden diese Woche ausgewertet.
VG
Thorsten

An Andre,

Auf der deutschen Seite von Olympus steht in der Presseinformation vom 14.12.2011 folgendes:

"Separate Platinen für Audio und System sowie die verbesserten, im 90-Grad-Winkel angeordneten Mikrofone mit regelbarer Eingangsempfindlichkeit sorgen für eine natürliche Soundaufzeichnung."

Ich hoffe das Zitat war richtig. Außerdem wirbt Olympus, bei diesem Recorder, mit einer möglichen Schallaufzeichnung von 140 DB. Damit ist eigendlich alles gesagt. Das was mich nun stutzig macht:

Wenn Mikrofone einen solchen Schalldruck vertragen können, sind es nicht immer die empfindlichsten ihrer Gattung. Olympus gibt zwar ein sehr niedriges Rauschen an, aber stimmt das auch? Mitte, Ende Februar werden wir es hoffentlich wissen.

Viele Grüße

Renato

Olympus sagt "gleiche Bauelemente aber andere Hülle, Abstände und Öffnungen" zu den eingebauten Mikrofonkapseln. Das würde auch unseren Höreindrücken entsprechen - der Unterschied ist nicht so besonders deutlich.

Die Stelle aus der Presseinfo war auch hier zu lesen. Habe es gerade gesehen.

Mein Fehler!

Wenn das mit den Mikrofonen so ist, wird es umso spannender.

Gruß Renato

Vielen Dank für die schnelle Rückmeldung zu den Infos bezgl. der eingebauten Mikros.

Der Schalldruckpegel bis zu 140db war mir nämlich bei der Beschreibung auch ins Auge gefallen, es wird damit ja auch explizit geworben. Nur bin ich der gleichen Meinung wie Renato, nämlich dass diese sich eher zum Nachteil der Mikrophonempfindlichkeit auswirken könnte. Es scheint also tatsächlich so, dass Olympus nun lediglich um die XLR Funktionalität aufgerüstet hat, was ohnehin nur dann wirklich interessant wird, wenn man echte Phantomspeisung benötigt und mit guten externen Micros arbeitet.
Möchte man den Recorder also wirklich als Handheld mit internen Micros benutzen, so leistet wohl der LS11 oder LS5 weiterhin nahezu die gleichen guten Ergebnisse und man hat zudem noch ein kompakteres Gerät. Eine Neuinvestition allein der internen Micros wegen, wäre also wahrscheinlich in diesem Zusammenhang eine wenig sinnvolle Investition ohne wirklich hörbaren Mehrwert. Warten wir also zunächst ab, wie sich das Gerät Anfang Februar in der Praxis schlägt. Die Rückmeldung von Olympus selbst bestätigt ja aber, dass die Bausätze bei lediglich unterschiedlichen Abständen weiterhin unverändert eingebaut wurden.

Im Gegenzug hat ja übrigens Tascam zu seinem Vorgänger DR100 tatsächlich signifikante Änderungen und Verbesserungen der internen Micros in der MK2 Serie bekannt gegeben.

So, mein Olympus LS-100 ist nun angekommen - vielen Dank für die prompte Lieferung!

Mal abgesehen von der Verarbeitung - da hätte ich ein klein wenig mehr erwartet, erfüllt das Gerät meine Erwartungen - auch und gerade in klanglicher Hinsicht - voll und ganz und ich bin froh darauf gewartet zu haben.

Das freut uns und wir teilen die Einschätzung :)

Hallo, wann testet Ihr denn das Serienmodell? Insbesondere würde mich der direkte Vergleich und das Ranking zwischen Roland 26, Tascam-100MK2 und Olympus LS100 interessieren. Ihr macht tolle Arbeit! Danke

Hallo Bücki,
danke für das Lob. Da wir aktuell fieberhaft an der Fertigstellung der neuen f4-Version arbeiten müssen die Gerätetests noch eine kleine Weile warten.

Ich bin auf der Suche nach einem Ersatz für mein inzwischen zu "klein" gewordenes Zoom H2 welches ich für meine Literaturlesungen verwende über das LS 100 gestolpert und fand das Meiste was ich hier zu lesen hatte eigentlich durchaus eine Überlegung wert. Was mich ein bißchen irritiert hat ist vielleicht der etwas hohe Preis, doch der Akku ist für mich das stärkste Argument gegen dieses Gerät. Ich habe eine stetig wachsende Zahl von Geräten zuhause liegen die noch aussehen als kämen sie frisch aus Blisterverpackung und nicht mehr funktionieren weil es längst keine Akkus mehr gibt dafür. Das LS 100 würde sich über kurz oder lang dazu gesellen. Dafür ist es zu teuer.
Wenn der Preis unter die 400er Marke fällt und der Akku einem Standardbatteriefach weicht landet es bei mir wieder auf der Wunschliste...

Der Roland R-26 ist hier sicher eine Alternative Herr Poe.

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