Getestet: Tascam DR-07MKII
04.05.2011
Heute, am 04.05.2011, sind die ersten DR-07MKII bei uns angekommen. Wir haben einen ersten Vergleichstest mit dem LS-5 von Olympus und dem Tascam DR-2d zu erstellt. Am 23.03.2011 hat Tascam den Nachfolger des DR-07 angekündigt: den Tascam DR-07MKII . Er soll ab Anfang April für UVP 189 Euro (Straßenpreis 159 Euro) verfügbar sein und verstellbare Mikrofone haben. Somit sind diese sowohl in AB als auch XY Position nutzbar.


Mit dem DR-07MKII kann man die Mikrofone in XY oder AB Richtung stellen.
Hier unsere ersten Probeaufnahmen:
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Zum Vergleich:
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Unser erster Eindruck der Klangcharakteristik: Das DR-07MKII hat einen satten, bassbetonten und sonoren Klang. Damit erinnert es sehr an die Charakteristik seines Vorgängers. Das DR-2d ist dagegen deutlich klarer, mit mehr Raumtiiefe. Die Mikrofone liefern in der ORTF-Ausrichtung ein sehr breites Stereobild, welches wir als etwas überzogen empfinden.
Auch beim DR-07 verzichtet Tascam nun auf das bisher typische Drehrad. Unserer Meinung nach eine gute Entscheidung. Denn trotz des netten technisch-stylischen Aussehens war das Drehrad in der Bedienung etwas unpräzise. Statdessen setzt Tascam nun auf zentral angeordnete Tasten. Diese sind sowohl für Links- als auch Rechtshänder sehr gut mit dem Daumen bedienbar.
Etwas schade hingegen: Die manuelle Aussteuerung scheint über Tasten geregelt zu werden. Das erzeugt hässliche Klickgeräusche. Ein Drehrad zur Aussteuerung wäre hier wünschenswert.
Produktbeschreibung durch Tascam:
Der Tascam DR-07MKII ist ein hochwertiger tragbarer Stereorecorder, der Audiomaterial mit hoher Auflösung bis 96 kHz und 24 Bit auf microSD- oder microSDHC-Medien aufzeichnen kann. Er verfügt über ein verstellbares Kondensatormikrofonpaar mit Nierencharakteristik, das hohe Schalldruckpegel verträgt und sich entweder in XY-Konfiguration für besonders saubere Aufnahmen mit geringem Phasenversatz oder in AB-Ausrichtung für ein breiteres Stereofeld verwenden lässt. Nutzer können auch ihr eigenes Mikrofon oder eine Quelle mit Line-Pegel über eine Stereo-Miniklinkenbuchse anschließen, die eine Versorgungsspannung für Kleinmikrofone bereitstellt, sofern diese erforderlich ist.
Der DR-07MKII ist schnell und einfach mit einem Daumen zu bedienen. Vorgänge wie Aufnehmen, Anpassen des Pegels, Löschen unerwünschter Takes und Hinzufügen von Marken sind mit nur einem Tastendruck zu erreichen. Weitere Merkmale wie Pegelbegrenzung, Trittschallfilter, variable Wiedergabegeschwindigkeit und -tonhöhe, eine chromatische Stimmfunktion und andere mehr lassen sich über das Menü aufrufen. Nutzer können einen von sechs Halleffekten auf das Eingangs- oder das Ausgangssignal legen und per Overdub-Funktion vorhandenen Aufnahmen neues Material hinzufügen. Die Pegelabsenkung verringert automatisch den Eingangspegel, um versehentliche Verzerrungen zu vermeiden. Sie arbeitet im Probemodus oder während der Aufnahme und kann mit dem eingebauten Limiter kombiniert werden. Zudem gibt es einen automatischen Pegelabgleich, der plötzliche Lautstärkesprünge während der Wiedergabe ausgleichen kann, und einen eingebauten Lautsprecher für das schnelle Überprüfen von Aufnahmen.
Im Inneren des Geräts sorgen getrennte Leiterplatten für die digitalen und analogen Signalwege für ein verbessertes Rauschverhalten, wobei eine Auslegung mit niedriger Impedanz eine weitere Absenkung von Störgeräuschen bewirkt. Nicht zuletzt werden die A/D- und D/A-Wandler mit einer separaten Versorgungsspannung gespeist, was die Audioqualität nochmals verbessert. Das Ergebnis ist reine Klangqualität mit hohem Signal-Rausch-Abstand, sehr geringer Verzerrung und weitem Frequenzbereich.
Zwei AA-Batterien versorgen den Recorder mehr als 17 Stunden lang mit Strom, selbst während der Aufnahme in CD-Qualität. Der Betrieb ist jedoch auch an einem USB-Port oder mittels optionalem Wechselstromadapter möglich.


Hier finden sie die technischen Daten des DR-07MKII
Und hier das deutschsprachige Benutzerhandbuch

Hallo
ich bin gespannt auf ihren Test des
Tascam DR-07 MKII.
Wird das DR 05 gleich mitgetestet?
Wissen Sie schon etwas über das Zubehör,
wie Windschutz (altern.kompatibel Fremdhersteller)?
Gruß und Dank im voraus
e.r.
Hallo,
auch von mir großes Lob für die sehr informative Website.
Ich suche einen geeigneten Recorder für die Aufnahme von Bandproben,
Gitarren + Bass, akustisch und elektrisch,
sowie für Audiorecording zu DSLR-Videoaufnahmen.
In Frage kamen Olympus LS-5, Zoom H2 und Tascam DR 07.
Nach Ihren Vergleichstests überzeugt hier wohl das LS-5 am meisten,
jedoch haben die beiden anderen interessante Features für Musiker...
Ist der Faktor 360° ( 4 Mikrophone/ 4 Kanal ) des Zoom H2
bei der Aufnahmesituation von Musik ein großer Vorteil ?
Nach dem Vergleich des neuen DR-07 MKII mit dem Olympus LS-5,
welchen Recorder würden Sie empfehlen ?
vielen Dank und Gruß
A. Schn.
@Schneider
erstes Zwischenfazit: was die Verabeitung angeht bleibt unser Favorit das LS-5, der Klang eher LS-5 (bitte oben nachhören, wie ihr persönlicher Eindruck ist). Trotzdem ist die Funktion des Mikroeinstellungswechsels ganz reizvoll und das Gerät ist günstiger und neuer. Der H2 scheidet aus ihrer Auswahl völlig aus.
Viele Grüße
Thorsten Dresing
Schade das die xy Anordnung der micros nicht korrekt ausgeführt ist auf dem Gerät
Hallo Gernot,
bitte nbeachten das die Kapsel innerhalb der schützenden Hülle nochmal anders positioniert sind, das sieht man auf den Fotos nicht. Von daher glauben wir das es richtig gesetzt wurde, aber falls du sicher bist das nicht, dann freuen wir uns auf eine kurze Erläuterung.
Gruß Thorsten
Hallo, Herr Dresing,
zu Ihrem Kommentar vom 09.05.2011 @schneider hätte ich eine Frage: Sie schreiben "... was die Verabeitung angeht bleibt unser Favorit das LS-5, der Klang eher LS-5 ...".
Handelt es sich hier um einen Schreibfehler, sollte bezüglich Klang ursprünglich Tascam dr-07 mk2 stehen? So würde der Satz für mich mehr Sinn machen.
Viele Grüße
Hallo Herr Neumüller,
das ist in der tat ein Satzfehler. Zur Korrektur: mein Favorit bleibt der LS-5 und zwar wegen der Verarbeitung UND der Aufnahmequalität.
Viele Grüße
Thorsten Dresing
Hallo zusammen,
habe mir vor ein paar Tagen das Gerät gekauft, weil ich Psychotherapie-Sitzungen aufzeichne. Bisher nutze ich ein USB-Mikrofon (MKG USB one XL oder so, habe ich grade nicht parat) an einem Laptop und No23 Recorder. Von dem Tascam versprach ich mir eine höhere Empfindlichkeit (Klienten sprechen in Trancesitzungen sehr leise) und Kabelunabhängigkeit. Doch nach den ersten Aufnahmen unter realen Bedingungen muß ich sagen, daß ich enttäuscht bin. Oder ich mache was falsch. Problem: Es ist bei jeder Aufnahme ein Zwitschern oder Plätschern hörbar bzw. hören sich die Stimmen an wie unter Wasser. Ich versuchte bisher das MP3-Format mit 128 und 192 kBit. Muß noch erwähnen, dass ich die Aufnahmen wegen der sehr geringen Lautstärke mittels MP3Gain auf 89 dB normalisiere (original sind es um die 30 dB). Hat jemand einen Tipp? Mit dem USB-Mikrofon tritt dieses Phänomen nicht auf.
Hat jemand einen Tipp?
Herzlichen Gruß
Michael
Hallo Herr Baar,
das ist definitv nicht normal. Es klingt nach einem Komprimierungs-Phänomen. Entweder nehmen Sie mit sehr geringer Bitrate auf - in diesem Fall bitte mit höherer Bitrate aufnehmen (z.B. 320kbps) Es kann sich jedoch auch um ein Firmware-Problem handeln. Bitte testen Sie, ob ein Update hier Abhilfe schafft http://www.audiotranskription.de/DR-2d-Update
Leider gibt es auf den Eintrag vom 05.05.2011 noch keine Reaktion. Insbesondere würde mich interessieren, welcher Windschutz für den Tascam DR-07MK2 geeignet, weil passend ist. Gerade auch weil immer wieder auf die starke Windempfindlichkeit bei gleichzeitiger (fast) Wirkungslosigkeit des mitgelieferten Schaumgummi-Schutzes hingewiesen wird, fände ich einen klaren verlässlichen Hinweis wirklich hilfreich. Der Windschutz von Rode ("Dead kitten") ist ja eigentlich für das NT4 Stereokondensator-Mikro vorgesehen - passt der auch auf den DR-07MK2?
Gruß, Peter.
Hallo Peter,
haben wir übersehen, hier der Nachtrag: Windschutz passt der Rode DeadKitten (wenn die Mikros nicht auf Wide gestellt sind). Weiteres Zubehör ist (noch) nicht verfügbar.
Viele Grüße
Thorsten
Hallo,
Kurzer Kommentar: ich habe den Tascam seit ein paar Wochen und bin sehr zufrieden. Orgel, Klavier, Vespas in Florenz, Bienen in der Linde - alles wunderbar.
Der Rodewindschutz passt in der Tat ohne Probleme, und einmal angebracht kann man die Mikrofone auch wieder ausklappen.
Gruss
Hallöchen,
ich habe mir den Tascam DR07 MKII gekauft weil mich die Auflösung von 24 Bit fasziniert. Wie genial wäre es wenn man nur noch ganz grob aussteuern muss und hinterher immer noch volle 16 Bit Nutzsignal übrig hätte? So dachte ich und wurde enttäuscht. Gut ich hätte über die 92db Signal/Rauschabstand stutzen sollen und mich fragen sollen wie damit 24 Bit Auflösung funktionieren sollen, aber ich dachte ein Tascam Gerät sein Qualität ohne Ende und das passt schon.
Das Problem von "Michael Baar" liegt sicherlich genau hier. Der Rekorder rauscht so stark, dass bei einer Aussteuerung von MINIMAL, also 0, schon ein Rauschsignal von -84db aufgezeichnet wird und das selbst bei kurzgeschlossenem Eingang! Und das alles bei unkomprimierter Aufzeichnung! Regelt man den Eingangspegel auf Maximum, um sehr leise Geräusche oder Gespräche aufzuzeichnen, liegt das Rauschsignal bei -50db. Und wenn "Michael Baar" diese Aufzeichnung dann lauter rechnet und womöglich nach als mp3 aufgezeichnet hat, dann ist klar dass da nur noch gurgeln raus kommt.
Diese Werte bringen in mir die Frage auf, warum dieses Gerät mit 24 Bit Auflösung aufzeichnet, wenn mindestens die unteren 8 Bit mit nutzlosem Rauschen belegt sind. Nicht mal 16 Bit bleiben als Nutzsignal übrig, denn hier dürften meine Testaufzeichnungen maximal mit -90,3db rauschen.
Die Aussage von Tascam lautet "Aber das ist doch bei den anderen Anbietern auch so". Wenn die anderen Anbieter das machen, dann darf Tascam mich also mit 24 Bit locken wo letztendlich nicht mal 16 nutzbar sind?
Also als 16 Bit Maschine ist der DR07 MKII nicht schlecht, aber...
Grüße
Soundy
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