Fertig: Zweiter großer Vergleichstest - Rekorder auf dem Prüfstand

22.10.2010

Unsere Einzeltestberichte unterstützen Sie bei der Kaufentscheidung, lassen aber nur einen vagen Vergleich bezüglich der Aufnahmequalität zwischen den Geräten zu. Damit Sie die Qualität der Aufnahmegeräte besser vergleichen können, hatten wir im Jahr 2009 einen ersten Vergleichstest erstellt. Nun, ein Jahr später, sind viele neue Geräte auf dem Markt. Daher haben wir am 22.10.2010 wieder einen aufwändigen Vergleichstest abgeschlossen. So können Sie alle relevanten digitalen Rekorder in unterschiedlichen Situationen im Vergleich anhören. Anhand dieses Materials finden Sie bestimmt Ihren passenden Favoriten. Viel Freude beim Lesen / Hören und eine gute Kaufentscheidung!

1. Situationen und Aufnahmeeinstellungen
2. Unsere Testgeräte
3. Unser Bewertungsraster
4. Aufnahmeergebnisse in fünf Situationen
  4.1 Bezirzt von der Gitarre
  4.2 Gespräch in großem Raum
  4.3 Stadtgeräusche vor der Elisabethkirche
  4.4 Orgel- und Atmoaufnahmen
5. Fazit - Bewertung der Aufnahmeergebnisse
6. Das Test-Team
 

1. Situationen und Aufnahmeeinstellungen

Wir haben vier unterschiedliche Settings ausgewählt. Diese stehen beispielhaft für die vielfältigen Einsatzgebiete digitaler Rekorder und decken unserer Meinung nach einen breiten Bereich ab. Diese sind:

- Feine Musiknuancen
Wie natürlich wirkt die Aufnahme der Konzertgitarre?

- Gespräch in einem großen Raum (>35m2)
Wie gelingen Gruppenaufnahmen. Wie gut ist die Stimmverständlichkeit für die spätere Transkription?

- Atmo
Können die Geräte die Atmosphäre an der Elisabethkirche Marburg einfangen?

- Orgel
Wie gut zeichnen die Aufnahmegeräte ein Orgelspiel in der Kirche auf

In diesen vier Settings haben wir die von uns selektierten digitalen Aufnahmegeräte in nahezu gleicher Entfernung und Ausrichtung zu den Geräuschquellen positioniert - falls in der Situation möglich wurden die Geräte auf einem Ministativ etwa 15 cm über dem Tisch oder Boden aufgestellt.

Jeder Rekorder bietet eine Vielzahl von Einstellungsoptionen an, sei es MP3 oder WAV, hohe oder niedrige Mikroempfindlichkeit, Low-Cut, Rauschunterdrückung uvm. Damit ein Vergleich besser möglich ist, haben wir bei allen Geräten folgende Einstellungen vorgenommen:

- Bestmögliches Aufnahmeformat, idealerweise unkomprimiertes WAV (Abtastgröße 24 Bit, 96 KHZ)
- Keine zusätzlichen Filter oder Equalizer (Low-Cut off, Rauschunterdrückung off, Limiter off usw.)
- Die Mikroempfindlichkeit und -aussteuerung wird den fünf Settings angepasst und die Geräte ähnlich ausgepegelt.
- Die Dateien wurden unkomprimiert mit der Software "audacity" normalisiert und wurden dann für die Hörproben auf dieser Seite in 320 KbPs mp3 umgewandelt (mit Lame Version 1.32, Engine 3.97). Eine Normalisierung ist klangtechnisch nicht optimal, da ggf. Rauschen und Artefakte produziert werden. Der Vorteil für unseren Vergleichstest ist jedoch a) die Aufnahmen in vergleichbarer Lautstärke hören zu können und b) die Charakteristik der einzelnen Geräte deutlicher wahrzunehmen.

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2. Unsere Testgeräte

Für den zweiten großen Vergleichstest haben wir insgesamt 10 Aufnahmegeräte einbezogen. Mit dabei sind natürlich die Hörsieger und Preis/Leistungssieger des letzten Test aus 2009:
- Olympus LS-5 (identisch mit LS-11),
- Olympus DM 550
- Tascam DR-100.
- Zoom H4n
- Zoom H1
- Sony M10
- Sony D50
- Tascam DR-2d
- Marantz PMD661
- Olympus DM-5

Für den Sprachtest sind auch ein Olympus VN und WS mit dabei gewesen. Insgesamt haben wir Equipment und Zubehör für knapp 5.000 Euro in den Test einbezogen.

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3. Unser Bewertungsraster

Bewertet haben wir in diesem Test zunächst weder die Optik, noch Funktionen, noch Bedienbarkeit der Geräte. Diese Eigenschaften sind zum großen Teil von uns schon in den Einzeltests beschrieben und eher einsatzbedingt zu bewerten, d.h. in Abhängigkeit der jeweiligen Bedürfnisse. Bspw. benötigt der Musiker vielleicht dringend den XLR-Anschluss und Vierspuraufnahme, wohingegen der Wissenschaftler ein möglichst kleines Gerät ohne diese Features vorzieht. In diesem Test zählt einzig und allein die Qualität der Aufnahme. Folgende Merkmale haben wir dabei bewertet: Detailwahrnehmung, Rauschfreiheit und Raumwahrnehmung.

Zur Bewertung haben wir uns im Team zunächst alle Aufnahmen blind mit einen Studiokopfhörer (AKG K271) angehört. D.h. keiner wusste, von welchem Gerät die jeweilige Aufnahme stammt (alle hatten ja die gleiche Sequenz als Inhalt). Situationsbezogen haben wir unsere Wahrnehmungen dann getrennt voneinander auf einem Fragebogen beschrieben - bspw."Aufnahme 1: Details sehr präzise, Rauschen recht deutlich, sehr klare, breite Stereoaufnahme". Eine Benotung der Aufnahmen macht inhaltlich für uns keinen Sinn, zu fein sind die Nuancen und Präferenzen. Wir versuchen eher das Gesamtbild im Auge/Ohr zu behalten: Welches Gerät macht für uns aus welchen Gründen den besten Eindruck in der jeweiligen Situation? Für jede Aufnahmesituation haben wir die im Gesamteindruck besten drei Geräte herausgefiltert. Aus allen Einzelbewertungen bündeln wir dann den Sieger in den Kategorien:
- Hörsieger (Beste Aufnahmequalität aller Rekorder im Test)
- Interviewsieger (Empfehlung für Interviewsettings)

Erst danach werden zu jedem Gerät weitere für uns wichtige Aspekte wie Bedienbarkeit, Größe, Stromverbrauch oder Preis analysiert. Daraus entsteht dann der Sieger der folgenden Kategorie:

- Preis/Leistungssieger
 

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4. Aufnahmeergebnisse in drei Situationen

Um unsere Testergebnisse und Hörbeispiele nachvollziehen zu können, sollten Sie in jedem Fall einen (guten) Kopfhörer nutzen. In keinem Fall reichen Ihre Notebook- oder PC-Boxen aus, die wesentlichen, feinen Details oder Unterschiede deutlich zu machen. Klicken Sie einfach auf die entsprechenden "Play"-Taste eines Hörbeispiels, um sich die Situation mit einem bestimmten Aufnahmegerät anzuhören. Zudem können sie durch Anklicken des Rekordernamens auch die entsprechende MP3-Datei für eigene Tests direkt herunterladen.

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1. Bezirzt von der Gitarre

Unser Kollege Oliver Leibrecht war so freundlich, seine gut abgehangene und lagerfeuererprobte Konzertgitarre mitzubringen und in unserem Besprechungsraum einige Akkorde anzuspielen. Der Raum ist etwa 4 Meter hoch bei einer Fläche von 30 . Der Raum hat  keinen Teppich, für die Aufnahme ist dementsprechend kein Studio-Klang zu erwarten, sondern auch ein leichter Raumhall . Die Aufnahmegeräte wurden auf einem Tisch mit Stativen etwa 1,5 Meter von der Gitarre entfernt positioniert. Hier sind unsere Probeaufnahmen:

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 Marantz PMD 661(download)

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 Olympus DM-5(download)

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 Olympus DM-550 (download)

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 Olmpus LS-11(download)

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 Sony PCM D50 (download)

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 Sony PCM M10 (download)

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 Tascam DR-2d (download)

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 Tascam DR-100(download)

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 Zoom H1(download)

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 Zoom H4n(download)

 

Unabhängig davon, wie wir die Aufnahmen bewerteten sind uns beim Anhören zwei prinzipielle Unterschiede im Klangbild aufgefallen. Bei einigen Aufnahmegeräten klingt die Musik nach Livesituation.  Man nimmt den Raum war und kann die Gitarre darin verorten. Andere hingegen klingen eher nach einer Studioaufnahme, bei der die Gitarre fast ohne Raum dargestellt wird. Diese Unterscheidung ist zunächst völlig wertungsneutral. Hier sehen wir eher subjektive Präferenzen als maßgeblich - also was ihnen eher zusagt.  Eher studiotypisch trocken klingen beispielsweise die Aufnahmen von Marantz PMD-661 oder Sony PCM-M10 . Einen Live-Eindruck mit Wiedergabe des Raumes liefern beispielsweise Sony PCM-D50 oder Olympus DM-550.

Nach dem Probehören waren wir uns im Team einig: Die Aufnahmen vom Tascam DR-2d und Olympus DM-550 / DM-5 gefallen uns persönlich am besten. Sie sind sehr klar und detailreich. Der Raum ist wahrnehmbar, ohne störend zu wirken. Man hat nicht das Gefühl, dass etwas beschnitten wurde. Diesen Eindruck haben wir beispielsweise bei der Aufnahme des Sony M10. Auch Sony D-50 gefällt uns mit einem "leichten", asugesprochen klaren Klang und schöner Raumtiefe sehr gut. Auch der Zoom H1 gefällt. Er scheint fast etwas zurückhaltend aber insgesamt sehr ausgewogen, ein Vertreter der eher trockenen "Studio"-Charakterisitk.

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2. Gespräch in großem Raum

Dies ist eine besondere Aufnahmesituation, da die Anforderung vergleichsweise einfach ist: Es geht hier um die Sprachverständlichkeit bei der Aufnahme einer Situation. Feinste Nuancen spielen hier weniger eine Rolle, eher eine gute Darstellung der menschlichen Stimme, idealerweise auch dann, wenn mehrere gleichzeitig Sprechen. Bspw. für den  Seminarleiter, der seinen Unterricht aufzeichnet, den Student, der seine Vorlesung zuhause hören will, den Journalist der, ein Interview mit einer Musikband macht oder eben den Wissenschaftler, der qualitative Interviews führt.

Alle teuren unter den hier vorgestellten Rekordern meistern ein solches Setting perfekt. Aber reichen auch einfachere Geräte aus? Uns interessierte also die Frage, ob man für dieses Setting auch weniger ausgeben kann. Daher haben wir einen besonderen Blick auf die günstigen Rekorder zwischen 60 und 140 Euro geworfen. Reicht die Aufnahmequalität für die spätere Transkription aus? Lässt sich das Gespräch gut verfolgen und lassen sich die Personen gut differenzieren und somit wiedererkennen? In unserem großen Besprechungszimmer haben wir 4 günstige Vertreter antreten lassen: Olympus VN-8600PC (60 Euro), Olympus WS-750 (109 Euro), Olympus DM-450 (139 Euro) und Zoom H1 (99 Euro). Die Sprecher sind quer über den 4 mal 8 Meter großen Raum verteilt, die Aufnahme wurde mit automatischer Aussteuerung erzeugt.

Für die Bewertung ist zu Berücksichtigen, dass die Aufnahmen zum Transkribieren oder Rezipieren oft über lange Zeit angehört werden. Da stört eine basslastige (brummige) und rauschige Aufnahme, folglich haben wir diese Effekte besonders negativ gewertet. Achten Sie besonders auf die zweite Hälfte, in der die Sprecher gleichzeitig reden.

 

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Olympus DM-450 (download)

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 Olympus VN-8600 (download)

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 Olympus WS-750 (download)

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 Zoom H1 (download)

 

Alle Geräte schneiden grundsätzlich brauchbar ab. Die Sprache ist trotz des großen Abstands (+ 4 Meter) gut verständlich. Gerade auch beim Anhören längerer Passagen haben wir die Aufnahmen des DM-450 am angenehmsten empfunden - direkt gefolgt vom WS-750. Beide sind sehr klar, mit guter Stimmverständlichkeit. Das DM-450 ist zudem deutlich rauschärmer - es lässt sich damit auch bei der Aufzeichnung von Gruppengesprächen mit 10 Personen ganz problemlos OHNE externes Mikro nutzen.

Die Aufnahme des Zoom H1 rückt die Stimmen in den Vordergrund, klingt allerdings etwas brummig, weil recht basslastig. Das ist auf Dauer anstrengend anzuhören. Die Mono-Aufnahme des Olympus VN-8600 klingt etwas dumpf, was sich vor allem beim gleichzeitigen Sprechen negativ bemerkbar macht. Zudem kann es durch die Monoaufnahme ein Gruppengespräch nicht richtig abbilden (erschwert die Transkription deutlich).

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3. Stadtatmosphäre vor der Elisabethkirche

Für die Atmo-Aufnahme platzierten wir die Geräte vor der Elisabethkirche. Sämtliche Geräte wurden mit einem langfelligen Windschutz versehen.  Zu hören sind Stimmen in verschiedenen Entfernungen, Verkehrslärm, Schritte und das Plätschern eines Brunnens:

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 Marantz PMD 661(download)

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 Olympus DM-5(download)

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 Olympus DM-550 (download)

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 Olmpus LS-11(download)

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 Sony PCM D50 (download)

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 Sony PCM M10 (download)

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 Tascam DR-2d (download)

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 Tascam DR-100(download)

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 Zoom H1(download)

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 Zoom H4n(download)

 

Beim Blindhören achteten wir sowohl darauf, wie detailliert die Geräusche im einzelnen dargestellt werden als auch darauf, wie sich die räumliche Anordnung wahrnehmen lässt.  

Bei den unserer Meinung nach zwei besten Aufnahmen waren wir uns im Team wieder exakt einig. Sowohl das Olympus LS-5 als auch das Tascam DR-2d empfinden wir als herausragend gut. Der Olympus LS-5 bietet eine sehr klare Aufnahme und sehr gute Raumabbildung. Die Aufnahme des Tascam DR-2d zeichnet sich darüberhinaus durch überraschend wenig Rauschen und eine sehr natürliche Detaildarstellung aus. Wir hatten das Gefühl mit Kopfhörer und geschlossenen Augen ganz "mittendrin" zu sein.

Zwei weitere Geräte verorten wir ebenfalls recht weit vorne, wenn auch nicht ganz oben: Sony PCM-D50 und Zoom H4n. Im Gegensatz zu den Erstgenannten fehlt hier ein wenig der Bassbereich. Die Aufnahmen wirken etwas flacher, auch wenn die Darstellung des Plätscherns und des Busses nach wie vor präzise ist.

Bemerkenswert erschien uns das nicht so gute Abschneiden des Olympus DM-550 und DM5. Hier fehlt der gute Atmo-Gesamteindruck. Allerdings ist die Darstellung der Stimmen wesentlich besser gelungen, als bei allen anderen - sicher eine ganz klare Stärke und auch das Einsatzziel dieser Baureihe.

Im breiten Mittelfeld finden sich die Aufnahmen des Marantz PMD 661, Tascam DR-100, Zoom H1 (das leider zu leise aufzeichnet obwohl die Aussteuerung laut Display angemessen war) und Sony M-10 (hier sind einzig die Stimmen gut und deutlich zu hören).

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4. Erkenntnisse aus unseren letzten Einzelvergleichstests

In den letzten 3 Monaten haben wir zwei Vergleichstest gemacht, deren Resultate wir mit einbeziehen wollen:

1. Orgel-Test: Hier haben wir das Orgelspiel in einer Kirche aufgenommen. Als Favoriten kristallisierten sich das Sony D-50 und Tascam DR-2d heraus. Olympus LS-11 und Zoom H4n erhielten gute Bewertungen. (Zum Orgeltest)

2. Atmo-Test: Wir haben hier Aufnahmen an einer Straße gemacht. Dabei wurde der Klangcharakter des Olympus DM-550, LS-11, Tascam DR-2d, Zoom H4n und Sony D-50 als geeignet für Atmo-Aufnahmen empfunden. Die Favoriten waren auch hier das Tascam DR-2d und das Sony D-50. (Zum Atmo-Test)

5. Bewertung der Aufnahmeergebnisse

An dieser Stelle möchten wir noch einmal darauf hinweisen, dass unsere Hör-Bewertungen stets "blind" getroffen werden. Also ohne das Wissen, welche Aufnahme von welchem Gerät stammt. Trotz dieser Anonymisierung haben wir im Team nahezu identische Bewertungen vorgenommen und in den folgenden drei Kategorien Sieger gekürt:

 

Hörsieger 2010 - beste Aufnahme über alle Situationen hinweg

Als Hörsieger kristallisieren sich für uns ganz klar das Tascam DR-2d und das Sony D-50 heraus. Beide erhalten in den verschiedensten Situationen sehr gute Bewertungen. Die beiden Hörsieger charakterisieren sich dabei durch eine besonders klare und detailgetreue Aufnahmequalität. Der Sony D-50 ist wirklich sein Geld wert und hat die beste Verarbeitung von allen. Es lohnt bei dem hohen Preis allerdings nur dann, wenn man sehr ambitioniert Einfluss auf das Klangbild nehmen und einfach gern "das Beste" besitzen möchte. Der Tascam DR-2d hingegen hat bei einem Preis unter 300 Euro eindrucksvoll gezeigt, zu was bezahlbare Aufnahmegeräte heute in der Lage sind.

                        

      Sony D-50                 und           Tascam DR-2d

 

 

Interviewsieger 2010 - beste Aufnahme für Interviews

Für Interviews und Sprachaufnahmen bedarf ist nicht unbedingt dieser hohen Aufnahmequalität (obwohl sich Tascam und Sony auch dafür eignen). Daher haben wir gesondert davon auch eine Empfehlung für Interviews gekürt. Hier gefällt uns das Olympus DM-450 besonders gut. Es liefert sehr gut verständliche und auch auf Dauer angenehm hörbare Aufnahmen von Gesprächssituationen - selbst größeren Gruppen. Zudem sehr robust verarbeitet, klein, leicht, sehr lange Akkulaufzeit und mit einem Preis unter 140 Euro angenehm bezahlbar. Die Olympus DM-450/550 liefern tolle Aufnahme, die Aussteuerung ist allerdings nur sehr unpräzise möglich, weil eine Pegelanzeige fehlt. Daher für ambitionierte Musikaufnahmen eher ungeeignet, für Sprache und Interviews dagegen sehr.

  Olympus DM-450

 

 

Preis-/Leistungssieger 2010 - bester Gesamteindruck bei günstigem Preis

Unser Preis-Leistung-Sieger ist das Olympus LS-5. Neben der Aufnahmequalität sind auch Bedienbarkeit, Verarbeitung, Batterielaufzeit und Preis wichtige Entscheidungskriterien. Hierzu haben wir unsere Eindrücke aus bisherigen Tests und dem Alltagsgebrauch der Rekorder zusammengetragen, um hieraus eine Preis-Leistungs-Empfehlung abzuleiten. Das LS-5 liefert für 189 Euro die Aufnahmequalität des deutlich teureren LS-11 ohne Kompromisse bei der  Verarbeitung oder Bedienung eingehen zu müssen. Der klangliche Unterschied zum Tascam DR-2d ist nur minimal. Bei einem Preisunterschied von rund 100 Euro könnte man ihn als fast "überhörbar" einstufen. 

    Olympus LS-5

 

Warum ist das Zoom H1 nicht der Preis-/Leistungssieger? Das Zoom H1 liefert für unter 100 Euro unkomprimierte und gute Aufnahmen. Das schafft kein anderes Gerät. Dennoch bleibt in vielen Situationen das Gefühl einen Kompromiss eingegangen zu sein: z.B. fehlendes Zubehör, Plastikgehäuse, knappe Batterielaufzeit, kleine Pegelanzeige bzw. mit Defekten rechnen zu müssen (z.B. Batterie entlädt sich im ausgeschalteten Zustand).

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6. Das Test-Team

Zu einem objektiven Untersuchungssetting gehört auch die transparente Darstellung der eigenen Rolle und Position. Nur so können Sie als LeserInnen abschätzen, von welcher Warte aus wir unsere Bewertungen getroffen haben.

Unsere Kernfähigkeit ist die Aufnahme von Gesprächssituationen zwecks wissenschaftlicher Analyse der Gesprächsinhalte. Wir haben jahrelang Interviews oder O-Töne aufgenommen und diese später selbst transkribiert. Etwas, mit dem wir täglich konfrontiert sind, ist das Anhören von Aufnahmen via Kopfhörer. Unser Standpunkt ist folgender: Je besser die Aufnahme, d.h. je besser verständlich und realistischer die Darstellung ist, umso leichter fällt die nachträgliche Transkription und umso leichter kann man sich in die verschiedenen Stimmen einfinden/eindenken. Mittlerweile haben wir deutlich über 16.500 Kunden mit Aufnahmegeräten versorgt und beziehen unsere Erfahrung auch aus den Rückmeldungen der NutzerInnen.

Wir haben ganz bewusst auf die Analyse mithilfe von Frequenzkurven oder Rauschabständen verzichtet. Die Entscheidung, ob eine Aufnahme gut oder schlecht ist, treffen wir mit geschlossenen Augen und dem Kopfhörer auf den Ohren.

Dr. Thorsten Dresing und Thorsten Pehl sind Erziehungswissenschaftler. David Georgi war lange Zeit im Journalismus (BBC London) tätig und erstellt Reportagen in den Bereichen Sport, Reisen und Natur.

Wir von audiotranskription.de verdienen unseren Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Rekordern und Fußschaltern. Unser Ziel ist es, die Produkte so transparent wie möglich darzustellen und damit eine fundierte Information jenseits von Werbeversprechen und rein technischen Informationen zu bieten. Wenn Sie das auch so empfinden und unsere Arbeit unterstützen möchten, freuen wir uns über Ihren Einkauf in unserem Onlineshop.

Hallo!
Ich bin auf den zweiten umfangreichen Test der (neuen) Geräte sehr gespant. Wann können wir mit den Ergebnissen rechnen?
Danke für eure Bemühungen - ihr seid eine große Hilfe, den Markt der Kompakt-Fieldrekorder erfassbar und hörbar zu machen.

Hallo Peter,
Danke für die motivierende Rückmeldung. Wie im Text erwähnt benötigen wir voraussichtlich etwa vier Wochen.

Auf der Suche nach Infos über den Zoom H1 bin ich auf www.audiotranskription.de gestoßen und möchte Ihnen ein Kompliment machen für diesen schnellen, nutzerfreundlichen und kompetenten Online-Auftritt. Glaubwürdig vor allem, weil Sie auch die Nachteile der Geräte, die Sie verkaufen, genau benennen.

In diesem Sinne werde ich wohl trotzdem den H 1 + das Zubehörset bei Ihnen erstehen - falls ich das Päckchen am 12. Oktober in meinem Hotel in Berlin vorfinden kann (der Versand an meine Wohnadresse in Südtirol/Italien ist mir zu teuer und auch terminlich zu unsicher). Ginge das?

Freundlicher Gruß von einem alten Journalisten, der übrigens auch mal bei BBC (dt.Dienst) gearbeitet hat - aber von Technik nichts versteht...

Hallo!

Ich bin auch sehr gespannt.
Vielleicht könnt ihr mir ja eine kleine Vorabinfo geben:
Ich suche ein Aufnahmegerät für die Proben mit meiner Band (Raumgröße ca. 24qm). Ich habe da das H2 sowie H1 in die engere Auswahl genommen.
Da ich ein armer Musiker bin, würde mir preislich natürlich das H1 eher zusagen. Nehmen sich die beiden Geräte da nicht so sehr viel?
P.S.: Es sollen keine professionellen Aufnahmen werden. Eigentlich nur, um später nochmal drüberhören und Fehler/Verbesserungen suchen zu können.

LG Robert

@Macchiato
Ja das ist möglich, allerdings nicht das Zubehörset, das ist uns nämlich bisher noch nicht zugestellt worden

@Robert
Aus deiner Beschreibung lese ich, dass das H1 sogar etwas besser geeignet sein könnte. Es klingt nämlich besser als der H2 (da die Technik des H4n verbaut ist)!

Vielen Dank, dass sie mich in solcher Erwartung auf Ihren zweiten Vergleichstest zurücklassen. Jetzt kann ich Sie nur bitten, sich mit der Durchführung zu beeilen. ;-)

Eine Information interessiert mich aus persönlichen Gründen, wei sie meine Auswahl einschränkt. Ich muss als blinder Nutzer mit den geräten zurecht kommen.

Aus anderen Testberichten entnehme ich, dass sie schon Erfahrungen mit blinden Anwendern haben, von daher interessiert mich natürlich auch die handhabbarkeit der anderen Geräte, aber am meisten Komfort werden wohl die Modelle von Olympus mit integrierter Sprachausgabe bieten. Haben dieses Feature mw. alle Geräte von Olympus oder nur bestimmte? Und wie weit geht die Unterstützung, ergo gibt es Funktionen, die trotzdem nicht zugänglich sind?

Auch von mir vielen Dank für diese außergewöhnlich informative Webseite. Bitte machen Sie so weiter, diese Art der Kundeninformation habe ich sonst noch nirgendwo gesehen. Meine nächste Anschaffung eines Rekorders läuft auf jeden Fall über Ihren shop.

Hallo Lauscher,
Sprachausgabe findet sich nur in dem Modellen DM-450, DM-550 und DM-5. Das DM-5 verfügt dabei als enziges über Text-To-Speech, d.h. hier werden auch Dateinamen vorgelesen.

Hallo,

Worin liegen genau die unterschiede zwischen dem dm 550 und dem dm5?

Gruß E.S

Hallo!

Ich brauche ein Gerät um Interviews zu führen. Müssen aber nicht unbedingt Sendefähig sein. Da ich Student bin, hab ich nicht gerade viel Geld zur Verfügung, daher sind die Gerät die in die engere Auswahl kommen das H1, H2 oder das Tascam DR-07. Also etwas in dieser Preisklasse. Nehmen diese Geräte in Mono auf? Oder habt ihr andere Empfehlungen für diesen Einsatz?

Vielen, vielen Dank!
Gonzo

@e.s. Bitte die Frage beim testbericht zu einem der Geräte stellen.

@gonzo jedes der Geräte ist für einzelinterviews fast sogar zu gut. Dafür darf man sogar weniger ausgeben, z.b. Olympus WS.

Guten Tag,

ich habe mir nun ausgiebig Zeit genommen und Ihre Vergleichs-Tests dankend angehört und auch sämtliche Kommentare gelesen.

Dabei habe ich immer wieder von der sogenannten Sendefähigkeit gelesen. Auch in einigen Videos auf youtube, wo einzelne Geräte von den Firmen vorgestelt werden, wird häufig von Sendefähigkeit gesprochen.

Es wird oft gesagt das die eingebauten Mikros, selbst von so einem hochwertigen und preislich recht hohen Marantz PMD 661 oer Sony D-50 keine Sendefähigen Aufnahmen machen(zumindest nicht im Bezug auf Sprache).

Wenn ich mir jedoch die Tests anhöre, stelle ich so gut wie keinen Unterschied zwischen den Sprachaufnahmen der integrierten Mikrofone und z.B dem Kondensatormikrofon Rode NT2000 fest?!?

Die Sound-Tests der Geräte LS- 11/5, sony PCM D-50 und Marantz PMD 661 scheinen mir alle so hochwertig zu sein, dass man auf externe Mikrofone in einem Schallgedämpften Raum verzichten kann. Richtiger Abstand zu den Mikrofonen und eventuell auch Pop-Schutz vorausgesetzt.

Aufnahmen mit einem teuren Kodenensatormikrofon müssen bezüglich Bass etc. ebenfalls nachträglich barbeitet werden und ich kann mir nicht vorstellen das ein Otto Normalverbraucher da überhaupt erkennt oder merkt ob ein externes Kondensatormikrofon verwendet wurde oder nicht?!

Sehen das andere auch so, oder habe ich einen Hörschaden :-)

Mir kommt es so vor als seien nur Technik-Freaks in der Lage da einen Unterschied zu bemerken. Das Rausche der integrierten Mikros ist für mich nicht bis kaum wahrnehmbar bei LS 11/5, Sony PCM D-50 und Marantz PMD 661.

Ich bin sehr gespannt wie Sie das sehen! Schließlich testen Sie die Geräte zweiten Vergleichstest im Bezug auf Hörbuchaufnahmen ohne externe Mikros.

Beste Grüße
Ralf

Hallo Ralf,
Ich stimme dir in Bezugauf den Höreindruck zu! In guter Umgebung klingen die genannten so gut, das sie sendefähig sind! Dies wurde uns auch von Reportern einiger größerer Wellen bestätigt (z.b. Hr oder dw). Wir haben viele dutzend journalisten, die die genannten Geräte genau für diese Zwecke einsetzen und uns dies zurückgemeldet haben.

Ungünstig sind letztlich Handgeräusche und windempfindlichkeit beim Außeneinsatz. Hier benötigt man Zubehör da sonst die Aufnahmen nicht zu gebrauchen sind!

Will man Hörbuch-ähnliche Aufnahmen machen ist via Kopfhörer der Unterschied zu einem nt2000 von Rode aber dann doch auch für einen nichtprofi gut nachvollziehbar. Das geht natürlich nicht via notebookboxen.

Viele grüße
Thorsten dresing

Hallo,

warum testet Ihr nicht auch das neue Korg Sound on Sound, das auch als Field Recorder angeboten wird?

Ich habe das Gerät zwar kürzlich erstanden, kam dann aber erst danach auf Eure Homepage, die einfach großartig ist und mich als Kunden sofort gebunden hätte. Nichtsdestotrotz hätte ich natürlich gerne mal aus Eurem berufenen Munde gehört, wie das Gerät gegen das Tascam DR-100 oder das Zoom H4 N abschneidet, mit dem es noch am ehesten vergleichbar ist.

Das nächste Gerät hole ich bei Euch!

Viele Grüße

Heinrich

Hallo Heinrich,
Danke für den Hinweis. Wir werden uns den Korg mal anschauen. Grundsätzlich müssen wir wegen des Aufwandes das Testfeld begrenzen.

... sagt der Sick ...

Pro und Contra gibt es nur im Singular, also ohne s (die Wendung mit ' gibt es nur beim englischen Genitiv). So weit ist's also gekommen, mit der deutschen Sprache - schreibt's doch einfach Vor- und Nachteile.

Emoshooter's Grüße

Besten Dank für den aufmerksamen Hinweis! Ist geändert.

Ich mache Hörspiele für Kinder und recorde/produziere seit ein paar Jahren alle Geräusche selber, weil die doch stark in den hochsensiblen psychoakustischen Bereich gehören und die Konservengeräusche eigentlich nie richtig passen. Es ist schon sehr umständlich und leider auch viel zu auffällig, mit i-book, TASCAM US-12 und AKG Mikro unterm Arm in Fußgängerzonen, Feldwaldwiesen, Bahnhöfen und Schulhöfen aufzutauchen und hinterher 50 x das "was machen Sie da?" rauszuschneiden. Heute bin ich zufällig bei einem anderen Einkauf auf den ZOOM H1 gestoßen, dachte, das wär's vielleicht und habe ihn gleich spontan mitbestellt. Eure höchst interessante Seite habe ich erst danach entdeckt. Schade, sonst hätte ich ihn bei euch bestellt, denn ich finde, dass man so viel Engagement belohnen sollte. Ich habe den 2009-Test gelesen, bei dem der H2 so durchfiel, und hoffe jetzt nur, dass ich für meine Zwecke mit dem H1 nichts falsch gemacht habe. Ich nehme ihn nämlich jetzt gleich zum Testen mit nach China, und wenn ich zurückkomme, sind die berühmten 14 Tage um.
Schönen Dank an Emoshooter. Ich fühle mich mit meiner Apostrophenphobie (DAS ist mal ein schönes Wort, am liebsten würde ich hinter das erste p auch ein h setzen) immer so alleine! ;-)
Lauschige Grüße von Ohr zu Ohr
Marieluise

Hallo!
Was ist denn das für ein Geräusch, das sich bei den Probeaufnahmen bei der Stadtatmosphäre in etwa zwischen 00:00:25 und 00:00:29 befindet? Bei manchen Geräten hört es sich fast nach einem Bltzezucken an, während beim Tascam DR2D es so wirkt als würde in etwa ein Wasserhahn auf den Boden plätschern.
Frank

Hallo Frankyfreak,
ja, das ist in der Tat Wasserplätschern und zwar ein kleiner Wasserhahn aus Messing den man per Knopfdruck starten kann (steht direkt vor der Kirche mit ein paar Sitzbänken drumherum). Und ein gutes Argument für den Tascam DR-2d!

Hallo,

hattet ihr nicht angekündigt eine Schlagzeugaufnahme mit in den Test einfliesen zu lassen?
Diese hätte mich sehr interessiert, da ich gern mehr über das Verhalten der einzelnen Geräte bei kurzen, sehr lauten, Geräuschen erfahren hätte.

Ja hatten wir. Leider waren die Aufnahmen der Situation nicht brauchbar (wir hatten teilweise zu vorsichtig gepegelt und daher zu leise aufgenommen = Aufnahmen nicht vergleichbar). Diesen Test werden wir gesondert nachholen.

Hallo,

die Atmo-Aufnahmen vom DM-550, LS-11, PCM D50 können von mir nicht unterschieden werden (gute Kopfhörer) ... stimmt da die Dateizuordnung?
Die Atmo-Aufnahme vom DR-2d klingt eher nach dem DM-550 ...

Die Gitarre vom LS-11 ist leider übersteuert ...

Die Gitarre vom DM-550 ... ist die wirklich vom DM-550? Die klingt so gut, das kann man ja kaum glauben ...

Grüße

Hallo,
mein volles Lob bezüglich des neuen Tests. Er bringt mich in meiner Entscheidung ein bisschen weiter. Dennoch bleiben Fragen offen: Bin seit einigen Jahren Besitzer eines Olympus LS-10 (damals noch rund 400 Euro!) und damit soweit zufrieden, aber das Hintergrundrauschen nervt manchmal bei sehr stillen Passagen. Frage: Ist das Olympus LS-5 besser geworden? Mancherorten liest man der Tascam DR-02 sei praktisch rauschfrei (was ich von mir nicht immer behaupten kann ;-) ) Wie sieht es mit der Empfindlichkeit der Mikrophone aus - zu einem Sonygerät gab es da schon mal eine Aussage (früher).
Liebe Grüße nach Marburg - ist ne tolle Stadt. Muff Potter

Hallo Muff Potter,
das LS-10 nimmt sehr höhenbetont auf, daher ist in der Tat auch ein hochfrequentes Rauschen hörbar. Der LS-5 ist deutlich tiefenbetonter und daher weniger anfällig für diesen Effekt.
Die Empfindlichkeit von LS-5 und DR-2d ist im gleichen mittleren Bereich. Sony ist diesbezüglich in der Tat eine sehr empfindliche Ausnahme.

@Anonymous
Die Dateizuordnung wurde korrigiert. Und: Ja, in der Tat, es ist das DM-550, das da so gut klingt ;)

Bezüglich DM 550:

Ich habe das Gerät seit einigen Tagen und es kommt mir unabhängig von den Tests auf dieser Seite so vor, als das der Bassanteil und die Präsenz der Aufnahmen sich vom LS 5 unterscheidet. Konnte LS 5 ebenfalls testen.
Die Klarheit der Aufnahmen sind jedoch so gut wie identisch - so weit ich das beurteilen kann.

Ich stelle aber ebenfalls immer wieder fest das ich mich in die Einstelungmöglichkeiten einarbeiten muß.

Ich habe das Gefühl das mit jeder kleinen Einstellveränderung (Mikrofonempfindlichkeit etc.) riesen Unterschiede bei den Aufnahmen entstehen.

Der in meinen Ohren vorhandene, enorme Unterschied im Bass und Präsenzbereich, werde ich noch versuchen zu verbessern. Falls es an der Einstellung liegen sollte!

Ich finde das LS 5 zum Aufnehmen optimaler geeignet. Da ich jedoch Diktate spreche, ist das DM550 handlicher und hat auch bequemere Voreinstellungen. Diktat, Konferenz etc.

Übrigens besten Dank für den Top Service bei audiotranskirptuion. Super Beratung am Telefon!

Noch eine kurze Frage in die Runde:
Verwendet jemand das OKM2 mit bzw. ohne Adapter am DM550 ? Bin bzgl. der Anschlußmöglickeiten (kein Line in) und der Qualität in Verbindung mit dem DM550 noch unsicher.

Danke schön!
Ralf

Hallo nochmal,

auch jetzt kann ich keinen Unterschied in den Atmo-Aufnahmen vom DM-550, LS-11, PCM D50 hören ...

Wenn mir irgendjemand glaubhaft versichert, dass er da einen Unterschied höre, dann schreib ich meine weiteren Kommentare unter dem Namen Beethoven ...

Grüße

HAllo Beethoven,
nee ;) sorry. Korrektur nun vollständig.

Super - jetzt kann ich den Termin beim Ohrenarzt doch absagen ...

eine Frage zu den Geräten mit rudimentären Aussteuerungsanzeigen (z.B. DM-550):
Wie gut funktioniert da eigentlich die automatische Aussteuerung?
Ist eine optimale manuelle Austeuerung nur mit viel Probiererei möglich oder hat man das mit ein wenig Erfahrung im Griff?

Danke und Gruß

Hallo Anonymous,
die automatische Aussteuerung generiert ein deutliches "Pumpen". z.B. zu Hören hier: http://www.audiotranskription.de/audiotranskription/upload/DM550Schlagbo...

Die manuelle Aussteuerung ist nur dann Problematisch, wenn große unerwartete Lautstärkeschwankungen auftreten. Ansonsten kann man auch über rudimentäre Anzeigen und Mithören gute Ergebnisse erzielen.

Da ich seit Jahren in diesem Bereich beruflich zu tun habe, weiss ich, dass gute und praezise Aufnahmegeraete sehr wichtig sind. Da es fuer jede Transkription absolut wichtig ist, alles gut zu verstehen, ist ein guter Recorder schon die halbe Miete. oft sind die Hintergrundgeraeusche so ueberwaeltigend, dass man den Text nicht versteht. Gute Arbeit! Je praeziser die Geraete, umso besser die Arbeit!

vielen Dank für die interessanten Tests und Infos, wirklich sehr hilfreich!

Bei den Vergleichstests vermisse ich z.B. mal ein Nagra M II als kompakter Field-Rekorder, der auch über ein sehr geringes Eingangsrauschen verfügen soll..

Hallo,
den Nagra haben wir (noch) nicht mit dabei, da er preislich zu hoch liegt. Bei 600 Euro ist aktuell bei uns Schluß.
Viele Grüße
Thorsten

Danke für den tollen Test. Hab mein bei Euch 2009 gekauftes DM550 für Tonaufnahmen zum Videofilmen in Marokko genutzt und bin immer wieder begeistert. Man kann es unauffällig einsetzen und den Ton der Digitalkamera damit später beim Schnitt komplett ersetzen. Und wenn man das Gerät mit Kopfhörer und geschlossenen Augen genießt, ist man scheinbar wieder original in Marrakesch. Viele Grüße an Ihr Team

Hi,
super Test, vielen Dank. Ich suche ein Aufnahmegerät um Vogelstimmen aufzunehmen. Preis ist nicht so wichtig, da dienstlich, gerne auch mit externen Mikro. Wichtig ist neben der Qualität noch Robustheit, da es auch von Jedermann eingesetzt wird, Portabilität und Akkulaufzeit. Habt Ihr da eine Empfehlung?
Viele Grüße
Stefan

Hallo Stefan,

das Sony PCM D-50 ist äußerst robust und hat aktuell die beste mobile Tonqualität. Anschluss externer Mics ist möglich über einen Klinkestecker. Wenn man aber das Gerät ruhig positionieren kann, sind die internen Mics oft besser als viele Externe! Wir haben es mit einem Rode NT4 (rund 400 Euro) getestet, das wir direkt danach wieder eingepackt haben.

Viele Grüße
Thorsten

Hallo,
Vielen Dank für den sehr hilfreichen Test.
Ich wollte einmal nachfragen ob Sie eventuell schon Erfahrungen haben mit dem iPad als Rekorder für Interviews. Ich will für eine Arbeit Interviews führen (und eventuell auch gelegentlich Vorlesungen aufnehmen) und dachte mir, ich könnte eventuell auch das iPad dazu benutzen, statt extra einen Rekorder zu kaufen. Bis jetzt habe ich aber noch keine Informationen darüber gefunden ob das überhaupt geht und wenn es geht, wie die Qualität dabei ist.
Ich freue mich über jede Rückmeldung zu diesem Thema!
Herzliche Grüsse
Katrien

Hallo,

gibt es eigentlich auch Tests uber die Linearität von Line-Eingängen?
Da gibt es nähmlich erstaunliche Klangunterschiede.
Leider geht es hier immer nur um eingebaute Mikros

Gruß Harald

Hallo Harald,
wir konzentrieren uns in der Tat auf interne Mikrofone.
Zu Line-Eingängen ist mir bisher kein systematischer Test bekannt.

Vielen Dank diesen sehr detailierten Vergleichstest der ganzen Mobile Recorder.
Ihr habt mir damit sehr stark bei meiner Entscheidung geholfen.

Liebe Grüße,
DJ Soulution

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